Ufo-Sichtungen, Naziverbrechen: CIA stellt Geheimdokumente ins Netz

18. Jänner 2017, 12:06
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"CREST"-Archiv mit mit 12 Millionen ehemals klassifizierter Papiere aus 50 Jahren verfügbar

Der US-Geheimdienst CIA hat ein neues Online-Archiv eröffnet, in dem alte Dokumente zugänglich gemacht werden, die nicht mehr als geheim klassifiziert werden. Das Projekt geht zurück auf einen Erlass des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton, der die Freigabe von Aufzeichnungen angeordnet hatte, die älter als 25 Jahre sind. Bislang war der Zugriff darauf allerdings nicht über das Internet möglich.

Bis vor kurzem musste man entweder die Freigabe bestimmter Dokumente gesondert anfordern, oder sich nach Maryland in die National Archives begeben, wo auf mehreren Computern der Zugriff auf das Archiv möglich war. Jetzt können rund 12 Millionen Dokumente über das "CIA Records Search Tool" (CREST) aber auch über eine Website durchforstet werden.

Historische Aufzeichnungen

The Verge hat auch bereits einige interessante Papiere aufgestöbert. Zu finden gibt es in dem Bestand aus einem halben Jahrhundert etwa Berichte über Ufo-Sichtungen von Bürgern, Beschreibungen von Nazi-Kriegsverbrechen, Diskussionen über eine mögliche Ermordung von Fidel Castro oder Telepathie-Experimente unter dem Projektnamen "Star Gate".

Das veröffentlichte Material ist noch nicht ganz vollständig, soll aber weiter ergänzt werden. Laut CIA wurden keine bereits freigegebenen Dokumente vor der Einrichtung der Online-Datenbank wieder reklassifiziert. (gpi, 18.01.2017)

  • Eine angebliche Ufo-Sichtung im britischen Sheffield im Jahr 1962.
    foto: cia

    Eine angebliche Ufo-Sichtung im britischen Sheffield im Jahr 1962.

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