Rieder FACC wendet für Cyberattacke 1,7 Millionen auf

18. Jänner 2017, 10:08
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Der Luftfahrtzulieferer sieht sich im Aufwind. Umsatz und Betriebsergebnis sind gestiegen, mehr Mitarbeiter wurden beschäftigt

Ried im Innkreis – Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat im dritten Quartal 2016/17 zugelegt und den Umsatz um 24 Prozent auf 195,3 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs um 44 Prozent auf 11,4 Millionen Euro. Auch in den ersten neun Monaten stiegen dank der positiven Branchenentwicklung Umsatz und Ergebnis zum Vergleichszeitraum 2015/16, wie FACC Mittwochfrüh mitteilte.

In den ersten neun Monaten (1. März bis 30. November 2016) des Geschäftsjahrs stiegen die Umsatzerlöse von 427,8 Millionen auf 525,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vor Fair-Value-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten (Ebit) betrug in den ersten neun Monaten 16,0 Millionen Euro (Vergleichszeitraum 2015/16: 14,0 Millionen). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 9,58 Millionen Euro (7,6 Mio.).

Positive Entwicklung

Das Umsatz- und EBIT-Wachstum führt das Unternehmen auf die weiterhin positive Entwicklung in der zivilen Luftfahrtindustrie zurück. Wesentliche Treiber im Bereich der Produktumsätze bleiben – wie schon in den Vorperioden des Geschäftsjahres 2016/17 – die Programme Airbus A320 Familie, Airbus A350 XWB sowie die weiterhin stabile Entwicklung der Serienprodukte bei Boeing und Bombardier Flugzeugprogramme.

Im Ergebnis der aktuellen Berichtsperiode seien auch einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des "Fake President Incident" in Höhe von 1,7 Mio. Euro enthalten. Der Vorzeigebetrieb war zu Jahresbeginn Opfer eines millionenschweren Betruges geworden, der zu einem umfassenden Vorstandsumbau geführt hat. Selbst Firmengründer und CEO Walter Stephan wurde von den chinesischen Eigentümern vor die Tür gesetzt.

Mehr Arbeitsplätze

Die Zahl der Arbeitsplätze bei FACC ist gestiegen: Der Personalstand zum 30. November 2016 beläuft sich auf 3.419 Mitarbeiter, vor einem Jahr (zum 30. November 2015) betrug der Personalstand noch 3.032 Mitarbeiter. Kosten für kurzfristige Personalmaßnahmen zur Abdeckung der notwendigen Kapazitäten – wie der Aufbau von Leihpersonal – als Folge der sehr positiven Projektentwicklung führten vor allem in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres zu einem vorübergehenden Ansteigen der Personalkosten, so das Unternehmen.

Im Ausblick erwartet FACC für das Gesamtjahr einen Anstieg des Konzernumsatzes um 20 Prozent auf 700 Millionen Euro. Die im Laufe des Geschäftsjahres implementierten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zeigen sukzessive ihre Wirkung und werden folglich zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2016/17 führen, heißt es in der Unternehmensmitteilung. (APA, 18.1.2018)

  • Im Ausblick erwartet FACC für das Gesamtjahr einen Anstieg des Konzernumsatzes um 20 Prozent auf 700 Mio. Euro.
    foto: apa/facc ag

    Im Ausblick erwartet FACC für das Gesamtjahr einen Anstieg des Konzernumsatzes um 20 Prozent auf 700 Mio. Euro.

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