"New York Times" will digitaler, schlanker, schneller werden

18. Jänner 2017, 09:57
1 Posting

Maßnahmen für die Zukunft: Effizientere Zusammenarbeit, mehr Servicelemente, Konzentration auf visuelles Storytelling

New York/Wien – Die "New York Times" hat am Dienstag ihren Report 2020 veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel "Journalism that stands apart" listet Maßnahmen auf, die die Zeitung fit für die Zukunft machen sollen. Die Eckpunkte: Chefredakteur Dean Baquet und sein Stellvertreter Joe Kahn wollen vor allem Inhalte visueller aufbereiten, digitales Storytelling stärken, mehr Serviceelemente für Leser bieten, User besser in die Berichterstattung einbinden, interne Strukturen vereinfachen und mehr mit Freelancern zusammenarbeiten.

Eine effizientere Zusammenarbeit bedeute auch weniger fixe Redakteure. "Wir sollten nicht drum herumreden: Die Veränderungen führen zu weniger Redakteuren bei der Times", schreiben Baquet und Kahn in einem Memo. Bisher würden Geschichten durch "zu viele Hände gehen", das führe zu langsamen Arbeitsprozessen. Neue technische Tools sollen helfen, schneller zu werden.

Fünf Millionen Dollar will die "New York Times" in die Berichterstattung rund um Trumps Präsidentschaft und die globalen Auswirkungen investieren, kündigen Baquet und Kahn an. Die Chefs wollen auch mehr Schulungen anbieten, interne Karrierechancen verbessern und für mehr Diversität innerhalb der Redaktion sorgen.

Bis 2020 will die "New York Times" Digitalerlöse von 800 Millionen Dollar schaffen, 2016 waren es rund 500 Millionen Dollar. Die Zeitung hat derzeit rund 1,5 Millionen Digital-Abonnenten. (red, 18.1.2017)

  • "Journalism that stands apart": Die "New York Times" präsentiert ihren Report 2020.
    foto: apa/afp/don emmert

    "Journalism that stands apart": Die "New York Times" präsentiert ihren Report 2020.

    Share if you care.