Weltkonzerne wollen Wasserstoffantrieb zum Durchbruch verhelfen

18. Jänner 2017, 07:21
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Vielen gilt der Wasserstoffantrieb im Auto als zu teuer. Eine Allianz aus Autoherstellern sieht dagegen baldige Konkurrenzfähigkeit zu Benzin und Diesel

Davos – Eine Allianz aus Autoherstellern und anderen Weltkonzernen will dem Wasserstoffantrieb zum Durchbruch auf der Straße verhelfen. Daimler, BMW, der Gasproduzenten Linde und zehn weitere Unternehmen haben sich zum Hydrogen Council zusammengeschlossen, wie sie am Dienstagabend auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mitteilten. Jährlich investieren sie 1,4 Milliarden Euro in die Technik.

Wasserstoff wird in einer sogenannten Brennstoffzelle zu Strom umgewandelt, womit Elektroautos angetrieben werden, in die Umwelt gelangt dabei lediglich Wasserdampf. Gegenüber Batterien hat Wasserstoff den Vorteil, dass höhere Reichweiten möglich sind und die Betankung mittlerweile ähnlich schnell vonstatten geht wie bei Benzin- und Dieselautos.

Das Hydrogen Council will dabei helfen, die 2015 in Paris verabschiedeten Klimaziele zur Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen. Zu Beginn wird die Initiative vom japanischen Autobauer Toyota und dem französischen Gasproduzenten Air Liquide geleitet. "Ohne die Unterstützung von Regierungen ist dieses Projekt aber nicht möglich", sagte Toyota-Verwaltungsratschef Takeshi Uchiyamada in Davos. Air-Liquide-Chef Benoît Potier verwies auf den Ausbau des Tankstellennetzes.

Bisher sind erst wenige Wasserstoffmodelle in Großserie gegangen. Hyundai-Chef Chung Mong-koo sieht die Entwicklung aber positiv: "Es hat große Fortschritte bei der Brennstoffzellentechnologie gegeben." Er sei zuversichtlich, dass die Technik schon bald konkurrenzfähig zu Benzin- und Dieselantrieben werde. "Wasserstoff ist eine der besten Antworten auf die Frage, wie man Energie speichern kann", sagte der Chef des französischen Multis Total, Patrick Pouyanné.

Die weiteren Mitglieder der Allianz sind der Ölkonzern Shell, der Autobauer Honda, der Motorradhersteller Kawasaki, der Energiekonzern Engie, der Rohstoffkonzern Anglo American sowie der Bahntechnikspezialist Alstom. (APA, 18.1.2017)

  • Die erste öffentliche Wasserstofftankstelle Österreichs baute die OMV in Wien in der Shuttleworthstraße.
    foto: omv

    Die erste öffentliche Wasserstofftankstelle Österreichs baute die OMV in Wien in der Shuttleworthstraße.

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