Simon Eder verpasst auch WM-Generalprobe

17. Jänner 2017, 18:09
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Antholz letzte Weltcup-Station vor Titelkämpfen in Hochfilzen

Wien/Antholz – Biathlet Simon Eder muss auch die WM-Generalprobe in Antholz auslassen. Die Formkurve seiner Teamkollegen zeigt vier Wochen vor dem Saisonhöhepunkt hingegen nach oben. Julian Eberhard bestätigte als Sprintzweiter in Ruhpolding seine Topverfassung, Dominik Landertinger fand dort zurück ins Spitzenfeld, auch Daniel Mesotitsch lief erstmals in diesem Winter unter die besten zehn.

Der auch schon in Bayern fehlende Eder ist nach seiner Grippe erst zu Wochenbeginn wieder ins leichte Training eingestiegen. Die Antholz-Bewerbe ab Donnerstag auf der fordernden Höhenlage von 1.600 m kommen für den WM-Bronzemedaillengewinner von Oslo noch zu früh, hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage vom ÖSV. Eder konzentriert sich nun bereits voll auf die WM-Vorbereitung. Die Titelkämpfe in Hochfilzen beginnen am 9. Februar.

Besser und besser

Vizeweltmeister Landertinger war in der Vorwoche in Ruhpolding mit den Rängen sechs und neun fast schon wieder der Alte. "Die Form wird besser und besser. Ich bin sehr glücklich, weil ich eine harte Zeit hatte in der Saisonphase", meinte der im Herbst von einem Bandscheibenvorfall gebremste Tiroler. Vor Weihnachten hatte den Olympia-Zweiten auch noch eine Erkältung zurückgeworfen.

Mittlerweile überwiegt im Hinblick auf die WM in Hochfilzen aber wieder die Zuversicht. "Die Laufform ist sehr gut, ich hoffe, ich es wird in den nächsten drei Wochen noch ein bisschen besser", betonte Landertinger.

Omen

Seine Landsfrau Lisa Theresa Hauser kämpfte dagegen auch in Ruhpolding noch mit den Nachwirkungen einer Grippe. Auf den jüngsten beiden Weltcupstationen im neuen Jahr kam die 23-Jährige nicht mehr an ihre fünf Top-Ten-Ergebnisse von Dezember heran. Sie gibt sich aber gelassen. "Vielleicht ist es mal gut, dass jetzt der Jänner gerade nicht so richtig läuft. Man kann nicht über die ganze Saison eine Topform haben, vor allem im Läuferischen. Vielleicht ist es ein gutes Omen", sagte Hauser in einem ORF-Interview.

In Antholz hat sie im Einzel und im Massenstart zwei Chancen, sich der zuletzt von Kaisa Mäkäräinen (FIN) dominierten Spitze wieder anzunähern. In der Staffel ist sie mit ihren nach wie vor hinterherlaufenden Teamkolleginnen wohl weiterhin chancenlos.

Leidwesen des Sprinters

Auch für die Herren stehen in Südtirol zum Leidwesen von Sprintspezialist Eberhard mit Einzel und Massenstart zwei schießlastige Bewerbe auf dem Programm. Außerdem geht auch noch der letzten Staffelbewerb vor den Weltmeisterschaften über die Bühne. In Ruhpolding hatten Eberhard und Landertinger mit jeweils einer Strafrunde eine bessere ÖSV-Platzierung als Rang sieben vergeben.

Wie Eder fehlt in Antholz auch Felix Leitner, der Juniorenweltmeister laboriert an muskulären Problemen in der Wade. Das Duo wird durch Lorenz Wäger und Fabian Hörl (Weltcupdebüt) ersetzt. Bei den Damen kommt statt Katharina Innerhofer wieder Christina Rieder zum Einsatz. (APA, 17.1.2017)

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