BBC-Insider: Russland stellte "Sherlock"-Finale absichtlich ins Netz

    17. Jänner 2017, 12:35
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    Die Folge soll vorab aufgetaucht sein, um der BBC zu schaden, munkelt man in London

    Hochrangige Mitarbeiter der BBC sollen davon überzeugt sein, dass das Staffelfinale der beliebten Serie "Sherlock" absichtlich ins Netz gestellt worden ist, um der BBC zu schaden. Sie sehen eine direkte Verbindung zu Plänen der Rundfunkorganisation, ihre Präsenz in Russland auszubauen. Der BBC World News Service auf Russisch soll expandieren, hieß es vor wenigen Wochen.

    Spoiler

    Bei der vorab im Netz aufgetauchten Folge handelt es sich um eine auf Russisch synchronisierte Version, die auf dem staatlichen Sender Channel One ausgestrahlt worden ist – freilich planmäßig erst, nachdem die BBC am Sonntag das Finale brachte. Der Vorab-Leak sorgte für Spoiler in sozialen Medien. "Wir haben unsere IT-Sicherheit hochgefahren, weshalb wir vom Leak sehr überrascht sind – das ist kein Unfall", sagte ein BBC-Insider zum Telegraph.

    Russischer Sender: "Hackerangriff"

    Die Vorwürfe können naturgemäß nicht überprüft werden. Der russische "Channel One" gibt an, dass fremde Hacker in seine Systeme eingedrungen sind und die Folge entwendet haben. Die BBC kündigte nun eine "umfassende Untersuchung der Vorfälle" an. (red, 17.1.2017)

    • "Sherlock"-Fans mussten sich vor der offiziellen Ausstrahlung des Finales vor Spoilern hüten
      foto: ap/ryan

      "Sherlock"-Fans mussten sich vor der offiziellen Ausstrahlung des Finales vor Spoilern hüten

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