UPC schaltet analoges TV und Radio in Wien ab

    17. Jänner 2017, 11:46
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    Es sei Zeit, "einen Schlussstrich zu ziehen" – Start am 21. Februar, unklar ist, wie viele Kunden betroffen sind

    Der Kabelprovider UPC stellt sein analoges Angebot nun auch in Wien und Umgebung schrittweise ein. Fernsehen und Radio sollen ab Herbst nur noch digital ausgestrahlt werden. Es sei Zeit, "einen Schlussstrich zu ziehen", sagte UPC-Manager Gerald Schwanzer am Dienstag. Die ersten Haushalte sind ab 21. Februar betroffen.

    Wer noch mit einem Röhrenfernseher fernsieht, ist auf jeden Fall betroffen, es sei denn, er hat bereits eine Box mit Digitalempfänger. Auch ältere Flat-TVs ohne DVB-C-Tuner könnten schwarz bleiben. DVB-C steht für "Digital Video Broadcasting – Cable". UPC rät daher dringend zum Umstieg auf seine digitalen Produkte.

    Unklarheiten

    Bei wie vielen Kunden in Wien Fernseher dann schwarz bleiben, kann Schwanzer nicht sagen, "da es hauptsächlich Haushalte mit Zweit- und Drittfernseher betrifft". Deswegen werden alle rund 300.000 Kunden per Mail oder Brief von UPC informiert. Außerdem werden Analognutzer via TV-Laufschrift informiert.

    foto: sum
    UPC-Manager Gerald Schwanzer bei der Pressekonferenz.

    Analog stehen in den Kabelnetzen nur noch wenige TV-Sender zur Verfügung. Bei UPC fielen 2014 schon acht analoge Sender weg, darunter Arte und CNN. Wer das bemerkte, sollte nun umstellen. Wer hingegen neben dem ORF-Logo das "HD"-Symbol sieht oder deutlich mehr als 30 Sender hat, empfängt bereits digital. In den Bundesländern hat UPC analoges Kabelfernsehen bereits vollständig abgedreht.

    Auslaufmodell

    Analoges Kabelfernsehen gilt seit längerem als Auslaufmodell, die Digitalisierung ging im Gegensatz zu Antenne und Satellit aber langsamer vonstatten. Fernsehen über Satellit und Antenne wird bereits seit 2013 nicht mehr analog, sondern ausschließlich digital ausgestrahlt.

    Mehr Bandbreite für Internet

    Aus Sicht der Kabelnetzbetreiber bietet die Umstellung Vorteile. Es werden Bandbreiten für schnelleres Internet frei, und man kann mehr TV-Kanäle in besserer Qualität anbieten. Für die Kunden gibt es aber einen Nachteil: Für den Digitalempfang ist entweder ein geeigneter Fernseher mit eingebautem DVB-C-Tuner oder eine zusätzliche Box notwendig. (sum, 17.1.2017)

    • Wer noch mit einem Röhrenfernseher fernsieht, ist auf jeden Fall betroffen.
      foto: standard/newald

      Wer noch mit einem Röhrenfernseher fernsieht, ist auf jeden Fall betroffen.

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