Microsoft patentiert faltbares Handy mit Tablet-Funktion

    17. Jänner 2017, 10:59
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    Flexibles Scharnier erlaubt mehrere Formfaktoren – erinnert an einstiges "Courier"-Konzept

    Vor einigen Jahren hat ein Microsoft-Konzept namens "Courier" für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Dabei handelte es sich um ein Tablet mit zwei Bildschirmen, welches sich wie ein Buch ausklappen ließ. 2009 sollen sogar schon erste Prototypen des Gerätes in Umlauf gewesen sein. Doch aufgrund interner Streitigkeiten und weil das Gerät nicht in die damalige Office-fokussierte Konzernstrategie gepasst haben soll, wurde das Projekt schließlich eingestampft.

    Nun könnte man in Redmond aber an einer modernisierten Version der damaligen Idee arbeiten. Das legt ein jüngst von MS Poweruser entdeckter Patentantrag nahe.

    Drei Displays

    Erstmals eingereicht wurde das Konzept im Oktober 2014. Gezeigt wird ein Gerät mit drei Bildschirmen, die mit einem flexiblen Scharnier verbunden sind. Eingeklappt kommt das visualisierte Produkt ungefähr auf den Formfaktor eines Smartphones. Ausgeklappt erreicht es die Dimensionen eines kleinen Tablets. Es soll sich auch in einem "Zeltmodus" verwenden lassen, ähnlich wie Geräte aus Lenovos Yoga-Reihe.

    Zukunftspläne

    Erfinder ist Kabir Siddiqui, wie The Verge herausstreicht. Er hat schon Verbesserungen für die Kamera der Surface-Convertibles und auch den Kickstand der 2-in-1-Geräte erfunden. Dass das patentierte Gerät in dieser Form realisiert wird, ist dennoch eher unwahrscheinlich.

    Allerdings könnte diese Idee einen Ausblick darauf geben, welche Pläne Microsoft für die Rückkehr ins Geschäft mit Mobilgeräten hegt. Denn aus dem Smartphone-Markt hat man sich nach dem anhaltenden Misserfolg mit Windows Phone/Windows 10 Mobile als Hardwareproduzent zurückgezogen.

    Mittlerweile beschäftigt man sich damit, herkömmliche Apps für x86-Plattformen über automatische Emulation auch auf Geräten mit mobiler Hardware (ARM) laufen zu lassen. Der Status des oftmals kolportierten "Surface Phone" ist hingegen unklar, seit Intel sich aus dem Geschäft mit x86-Smartphone-Chips zurückgezogen hat. (red, 17.01.2017)

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