Mindestens 27 Pest-Tote in Madagaskar

17. Jänner 2017, 09:07
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Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist Madagaskar die meisten Pest-Fälle weltweit auf

Antananarivo – Im Süden von Madagaskar sind 27 Menschen der Pest zum Opfer gefallen. Insgesamt haben sich 68 Menschen in den Regionen Atsimo-Atsinanana und Ihorombe mit der Pest infiziert, wie es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung der Gesundheitsbehörden hieß. Neben der Beulenpest gebe es auch fünf Fälle der leicht übertragbaren Lungenpest. Noch sind aber nicht alle Fälle durch Labortests bestätigt worden.

Vergangene Woche seien telefonisch etwa 30 weitere Pest-Fälle aus abgeschiedenen Dörfern in Ihorombe gemeldet worden. Dafür gibt es aber noch keine Bestätigung der Behörden, wie es in der gemeinsamen Mitteilung von Gesundheitsministerium und Weltgesundheitsorganisation (WHO) hieß.

Die Beulenpest wird durch einen Floh verbreitet, der sich gerne Ratten als Wirt nimmt. Sie führt zu geschwollenen Lymphknoten. Die Lungenpest hingegen kann über die Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen werden. Symptome sind unter anderem Husten und blutiger Auswurf. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. Madagaskar weist die meisten Pest-Fälle weltweit auf. Seit 2010 zählte die WHO dort rund 500 Pest-Tote. (APA, dpa, 17.1.2017)

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