Holocaust-Museum in Thessaloniki entsteht mit deutscher Hilfe

17. Jänner 2017, 06:00
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Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten rund 50.000 Juden in der zweitgrößten Stadt Griechenlands

Athen – Die zweitgrößte griechische Stadt, Thessaloniki, bekommt ein von Deutschland mitfinanziertes Holocaust-Museum. Die Stadtverwaltung habe dem Bauprojekt zugestimmt, sagte der Präsident der jüdischen Gemeinde in Thessaloniki, David Saltiel.

Deutschland stellte zehn Millionen Euro für den 22 Millionen Euro teuren Bau bereit. Baubeginn soll Ende des Jahres sein, die Bauzeit soll drei Jahre betragen.

Historischer Hintergrund

Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten rund 50.000 Juden in Thessaloniki, heute sind es nur noch etwa 1000. Das 5.000 Quadratmeter große Museum entsteht in der Nähe des Ortes, von dem aus während der Zeit der NS-Besatzung die Züge Juden in Richtung Vernichtungslager transportierten.

Während der NS-Besatzungszeit von April 1941 bis September 1944 verloren rund 300.000 griechische Staatsangehörige ihr Leben. Griechenland fordert von Deutschland Entschädigungszahlungen, Deutschland lehnt diese ab. (APA, 17. 1. 2017)

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