Mosambik kündigt Gläubigern Zahlungsausfall an – per Mail

16. Jänner 2017, 17:05
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Diese Woche wären 60 Millionen Dollar für eine Anleihe fällig, doch sei die "Kapazität für Schuldendienst heuer extrem eingeschränkt"

Maputo – Das südostafrikanische Land Mosambik hat seine Gläubiger auf einen Zahlungsausfall eingestimmt. Die Kapazität der Regierung für den Schuldendienst sei dieses Jahr extrem eingeschränkt und gebe dem Land keinen Spielraum, diese Woche anstehende Zinszahlungen auf in US-Dollar notierte Anleihen zu bedienen, teilte das Finanzministerium Mosambiks am Montag per E-Mail mit.

Konkret geht es um einen Betrag von knapp 60 Millionen Dollar (56 Millionen Euro), der am Mittwoch auf eine 727 Millionen Dollar schwere Anleihe fällig wird. Die Laufzeit der Anleihe reicht noch bis zum Jahr 2023.

Bereits im Oktober hatte das Finanzministerium Investoren angekündigt, dass die Schulden des Landes restrukturiert werden müssten. Mosambik befindet sich derzeit in Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfonds darüber, ob künftig wieder Hilfsgelder fließen können. Im April hatte der IWF Hilfen eingestellt, nachdem die Regierung dem Fonds und der Öffentlichkeit die Aufnahme von Schulden in Milliardenhöhe verschwiegen hatte. (APA, 16.1.2017)

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