Roboterforscher für bedingungsloses Grundeinkommen

15. Jänner 2017, 19:03
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Wegen Veränderung der Arbeitswelt – Roboter werden immer mehr Arbeiten übernehmen

Jürgen Schmidhuber, wissenschaftlicher Direktor des Schweizerischen Labors für Künstliche Intelligenz (IDSIA) in Lugano, programmiert Roboter mit Lernalgorithmen auf bestimmte Tätigkeiten. Er befürwortet ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Roboter werden "Smartphones zusammenbauen und Brombeeren pflücken"

"Irgendwann werden Roboter viele Dinge erledigen, die heute Menschen tun. Sie werden Smartphones zusammenbauen und Brombeeren pflücken", erklärte der Forscher gegenüber dem "Sonntags-Blick". Menschen würden schon heute vor allem "Luxusberufe", wie Reporter oder Wissenschaftler ausüben, die nicht überlebensnotwendig seien.

Diese Veränderung der Arbeitswelt würden zu einem neuen Besteuerungsmodell führen. "Roboterbesitzer werden Steuern zahlen müssen, um die Mitglieder unserer Gesellschaft zu ernähren, die keine existenziell notwendigen Jobs mehr ausüben", so Schmidhuber. Wer dies nicht bis zu einem gewissen Grad unterstütze, beschwöre geradezu die Revolution Mensch gegen Maschine herauf.

Mehr Anhänger von bedingungslosem Grundeinkommen

Er vermute daher, dass die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens – mit der er sympathisiere – immer mehr Anhänger finden werde. Denn Roboter würden künftig immer komplexere Arbeiten übernehmen. Der 53-jährige Schmidhuber gilt als einer der weltweit führenden Forscher zu künstlicher Intelligenz und Lernalgorithmen. (APA, 15.1.2017)

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IDSIA

  • Roboter im Forschungslabor für Neurorobotik an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.
    foto: apa/dpa/gregor fischer

    Roboter im Forschungslabor für Neurorobotik an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.

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