Patientin starb nach erfolgloser Behandlung mit 26 Antibiotika

14. Jänner 2017, 09:20
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Resistenz von Keimen gegen Antibiotika beunruhigt Wissenschaftler

Miami – Eine Patientin in den USA ist an einer Infektion gestorben, nachdem alle 26 zugelassenen Antibiotika keine Wirkung bei ihr gezeigt hatten. Bei der Pensionistin sei ein multiresistenter Klebsiella-Pneumoniae-Keim gefunden worden, der nicht wirksam mit Antibiotika behandelt werden könne, teilte das US-Seuchenabwehrzentrum CDC am Freitag mit.

Derartige Bakterien machen Medizinern zunehmend Sorge, weil sie Infektionen unheilbar werden lassen. Die Frau sei letztlich an einer Blutvergiftung gestorben, teilte das CDC mit. Sie habe sich in den vergangenen Jahren oft in Indien aufgehalten und sei dort wegen eines Oberschenkelbruchs behandelt worden. Sie kam dann in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Nevada, wo sie im September auf der Isolierstation gestorben sei. Alle 26 in den USA zugelassenen Antibiotika hätten nicht geholfen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den Klebsiella-Pneumoniae-Keim bereits als "dringende Gefahr für die Gesundheit des Menschen" eingestuft. Wissenschafter stellen eine steigende Zahl von Infektionen fest, die gegen Antibiotika resistent und damit kaum zu behandeln sind. (APA, 14.1.2017)

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