Solarien: EU-Kommission bestätigt Gesundheitsgefahren

13. Jänner 2017, 15:13
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Experten warnen seit Jahren vor künstlicher UV-Strahlung. Nun hat auch ein Ausschuss der EU-Kommission den eindeutigen Zusammenhang mit Hautkrebs bestätigt

Dass Kunden von Solarien Gesundheitsrisiken eingehen, ist schon länger bekannt. Nun bestätigen das auch internationale Experten. Die Europäische Kommission und ihr Wissenschaftlicher Ausschuss für Gesundheits-, Umwelt- und Schwellenrisiken (SCHEER) haben nun eine Stellungnahme zu den gesundheitlichen Folgen von UV-Strahlung veröffentlicht.

Dabei bewertete das Gremium auch die Nutzung künstlicher UV-Strahlung in Solarien und kommt im Bericht zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen Solariennutzung und Hautkrebserkrankungen eindeutig ist und es keine gesundheitlich sichere UV-Bestrahlung in Solarien gibt.

Unterschätztes Risiko

Die gesundheitlichen Risiken künstlicher UV-Strahlung werden immer noch unterschätzt, meint dazu etwa das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). So wirbt die Branche teilweise damit, dass sich mit künstlicher UV-Strahlung einem angeblich drohenden Vitamin-D-Mangel begegnen ließe. Zwar ist es richtig, dass ein Teil der UV-Strahlung zur Bildung von Vitamin D nötig ist. SCHEER stellt dazu aber klar, dass die gesundheitlichen Risiken, insbesondere für Hautkrebs, die Vorteile bei weitem überwiegen.

Für die Vitamin-D-Bildung reichen maßvolle Aufenthalte in der Sonne, sagen Experten verschiedener Fachrichtungen. Im Winter wird das im Sommer gespeicherte Vitamin D vom Körper genutzt. Die BfS- und die EU-Wissenschaftler sehen daher keine Notwendigkeit, Solarien zur Vitamin-D-Bildung zu nutzen. (idw, red, 13.1.2017)

  • Zu Versorgung des Körpers mit Vitamin-D braucht es keine Termine im Solarium.
    foto: dpa/armin weigel

    Zu Versorgung des Körpers mit Vitamin-D braucht es keine Termine im Solarium.

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