Trump verspricht eigene Hacking-Untersuchung binnen 90 Tagen

13. Jänner 2017, 12:46
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US-Präsident stellt auf Twitter erneut Geheimdienstarbeit infrage und Tadel Wahlkampfteam Hillary Clintons

Washington – Der künftige US-Präsident Donald Trump hat am Freitag erneut die Arbeit der US-Geheimdienste im Zusammenhang mit der Hacking-Affäre in Zweifel gezogen. Die Vorwürfe gegen ihn – sein Wahlkampfteam habe sich mit Russland koordiniert, er selbst sei durch die russische Regierung erpressbar – seien falsch und stammten von seinen politischen Gegnern, schrieb er im Rahmen seiner morgendlichen Twitter-Ausführungen.

Auch führte er erneut Aussagen der russischen Regierung, wonach man ihn nicht ausspioniert habe, als Beleg dafür an, dass Russland ihn nicht erpresse. Ein in den vergangenen Tagen an die Öffentlichkeit gekommenes Dossier sei vermutlich von US-Geheimdienstkreisen veröffentlicht worden, schrieb er, wobei er das mehrdeutige Wort "intelligence" einmal mehr unter Anführungszeichen setzte.

Unter seiner Regierung werde es binnen 90 Tagen einen neuen Report zur Hacking-Affäre geben, kündigte er an.

Erneut gab Trump auch eine Breitseite gegen Hillary Clinton ab. Deren Team beschwere sich nun über das Handeln des FBI, habe aber keinen Grund zur Beschwerde. Immerhin sei Clinton "total schuldig" gewesen, und hätte niemals zur Wahl antreten dürfen.

Trump bezog sich damit vermutlich auf Nachfragen einiger Demokraten, wieso sich das FBI zwar eine Woche vor der Wahl öffentlich zur laufenden E-Mail-Untersuchung geäußert habe, nicht aber zu den damals ebenfalls laufenden Ermittlungen gegen Trumps Wahlkampfteam wegen möglicher Koordination mit der russischen Regierung. (red, 13.1.2017)

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