De-facto-Chef von Samsung droht in Polit-Skandal Verhaftung

13. Jänner 2017, 11:45
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Wegen Korruptionsvorwürfen – Entscheidung bis Sonntag erwartet

Dem De-facto-Chef des südkoreanischen Mischkonzerns Samsung droht im Zusammenhang mit dem Polit-Skandal um Präsidentin Park Geun-hye wegen Korruptionsvorwürfen die Verhaftung. Eine Entscheidung über den Antrag eines Haftbefehls gegen Lee Jae-yong werde voraussichtlich bis Sonntag getroffen, teilte das Ermittlungsteam laut südkoreanischen Sendern am Freitag mit.

Unternehmen und Stiftungen

Der derzeitige Vize-Vorsitzende des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics hatte zuvor nach einer mehr als 22-stündigen Vernehmung das Büro des Sonderstaatsanwalts in Seoul verlassen. Der größte südkoreanische Konzern soll als Gegenleistung für die Förderung von Unternehmen und Stiftungen einer Vertrauten der Präsidentin politische Unterstützung für die Fusion zweier Firmentöchter erhalten haben. Parks langjährige Freundin Choi Soon-sil ist die Schlüsselfigur in dem Skandal, der Park das Amt kosten könnte. Choi soll unter anderem dank ihrer Beziehungen zu Park Sponsorengelder für ihre Stiftungen eingetrieben und sich persönlich bereichert haben.

Park selbst wird verdächtigt, auf den staatlichen Pensionsfonds eingewirkt zu haben, damit dieser die Übernahme des Bauunternehmens Samsung C&T durch Cheil Industries im Jahr 2015 bewilligt. Das Parlament leitete im Dezember ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park ein. Das Verfassungsgericht muss nun über die Absetzung der Staatschefin entscheiden, die ihrer Freundin auch die Einmischung in die Regierungsarbeit erlaubt haben soll. (APA, 13.1. 2017)

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