Demonstrationen und brennende Autoreifen in Tunesien

13. Jänner 2017, 11:41
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Ausschreitungen nach Protesten gegen Arbeitsmarktsituation

Tunis – In der tunesischen Stadt Meknassi ist es nach Demonstrationen zu Ausschreitungen gekommen. Protestierende setzten in der Nacht auf Freitag Autoreifen in Brand und riegelten mehrere Straßenzüge ab, wie lokale Medien berichteten und Fotos zeigen.

Zuvor waren Tausende Menschen während eines Generalstreiks auf die Straßen gegangen, um für mehr Arbeitsplätze zu demonstrieren. Meknassi liegt in der Provinz Sidi Bouzid, in der vor sechs Jahren der sogenannte Arabische Frühling seinen Ursprung genommen hatte.

Ähnlich wie Ali-Ende

Tunesien begeht an diesem Wochenende die Feierlichkeiten zum 6. Jahrestag der Revolution. Der langjährige Herrscher Zine el Abidine Ben Ali hatte am 14. Jänner 2011 nach mehrwöchigen Protesten das Land verlassen und den Weg freigemacht für einen politischen Wandel in dem nordafrikanischen Land.

Tunesien gilt als das Mutterland des Arabischen Frühlings, das als einziges den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie geschafft hat. Allerdings kämpft das Land weiter mit wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Jugendarbeitslosigkeit. (APA, 13.1.2017)

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