Fünf türkische Soldaten nach Kayseri-Anschlag festgenommen

13. Jänner 2017, 11:39
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Verdächtige sollen "Terrororganisation" geholfen haben

Istanbul/Kayseri – Fast vier Wochen nach einem Anschlag mit 14 Toten im zentraltürkischen Kayseri hat die türkische Polizei einem Medienbericht zufolge fünf Soldaten festgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag berichtete, wurden im Zuge der Ermittlungen am Donnerstag insgesamt 23 Verdächtige festgenommen, darunter auch die fünf Soldaten.

Sie stehen demnach im Verdacht, einer "Terrororganisation" geholfen und "Militärinformationen" weitergegeben zu haben. Bei dem Anschlag in Kayseri hatte ein Selbstmordattentäter am 17. Dezember ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft gejagt, als ein Bus voller Soldaten vorbeifuhr, die gerade außer Dienst waren.

Soldaten getötet

14 Soldaten wurden getötet und dutzende weitere verletzt. Zu dem Anschlag bekannten sich die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), eine Splittergruppe der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Laut Anadolu waren die festgenommenen Soldaten in derselben Kaserne untergebracht wie ihre getöteten Kameraden. Sie sollen unter anderem die Abfahrtszeit des Busses verraten haben. (APA, 13.1.2017)

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