Japan will kein Raucherparadies mehr sein

    13. Jänner 2017, 10:51
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    Qualmen in öffentlichen Räumen könnte gänzlich verboten werden

    Tokio – Japan will seinen Ruf als eines der letzten Raucherparadiese der Erde bis zu den Olympischen Spielen 2020 loswerden. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag berichtete, plant das Gesundheitsministerium eine Änderung des Gesetzes zur Gesundheitsförderung, wodurch möglicherweise das Rauchen in öffentlichen Räumen gänzlich verboten werden könnte.

    Es sei ein Trend in aller Welt, das Rauchen in der Öffentlichkeit nicht mehr zu erlauben, wurde Gesundheitsminister Yasuhisa Shiozaki zitiert. Man sei bestrebt, die Menschen auch vor den Folgen passiven Rauchens zu schützen. Japan gilt als eines der letzten fortschrittlichen Länder, wo in vielen Bars, Restaurants und Cafés noch gequalmt werden kann.

    Rauchen nur noch in markierten Zonen

    Zwar engagieren sich viele lokale Regierungen und auch immer mehr Unternehmen in dem Inselstaat aktiv für eine rauchfreie Umgebung. So sind in den großen Restaurantketten, den meisten Bahnhöfen und Flughäfen sowie in vielen Büros Zigaretten vollständig oder zumindest weiträumig verbannt. In vielen Stadtvierteln von Tokio ist das Rauchen auf den Fußwegen nur noch in markierten Zonen gestattet.

    Ein nationales Rauchverbot für öffentliche Orte sowie für Restaurants und Bars gibt es in Japan jedoch nach wie vor nicht. Doch das könnte sich bald ändern, zumal die Zahl der Raucher in den vergangenen Jahren stark gesunken ist. Nach einer Erhebung von Japan Tobacco waren 2016 nur noch 19,3 Prozent der Bevölkerung Raucher. (APA/dpa, 13.1.2017)

    • Menschen in einer markierten Raucherzone in Tokio.
      foto: reuters/yuya shino

      Menschen in einer markierten Raucherzone in Tokio.

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