NSA darf viel mehr Daten mit anderen US-Diensten teilen

13. Jänner 2017, 10:07
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Künftig können die 16 anderen US-Geheimdienste auf ungefilterte Abhördaten zurückgreifen

Der US-Abhördienst NSA darf seinen Datenschatz nun leichter mit den anderen 16 US-Geheimdiensten teilen. Die neuen Regeln wurden von US-Justizministerin Loretta Lynch Anfang Jänner abgesegnet. Zu den betroffenen Datenkategorien gehören Informationen aus Satellitengesprächen, Telefonate und E-Mails aus Telekomknoten, die nicht in den USA sind sowie Gespräche zwischen Nicht-US-Bürgern in den USA.

Rohdaten

Bislang hatte die NSA diese Datensätze bearbeitet, bevor sie an andere Geheimdienste weitergeleitet wurden. Nun könne diese direkten Zugriff auf Rohdaten erhalten, wenn die NSA keine Bedenken hat. Die NSA hat somit weniger Verantwortung und muss sich weniger sorgen, in ihrer Zusammenfassung der Rohdaten wichtige Hinweise zu übersehen. Bürgerrechtler kritisieren den Schritt jedoch.

"Anstatt den Zugriff der Regierung auf so viele persönliche Daten zu erweitern, sollten wir die Privatsphäre der US-Amerikaner stärker beschützen", sagt Patrick Toomey von der American Civil Liberties Union (ACLU) zur New York Times. (red, 13.1.2017)

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NYT

  • Die NSA darf viel mehr Daten an andere US-Dienste weitergeben
    foto: ap/semansky

    Die NSA darf viel mehr Daten an andere US-Dienste weitergeben

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