Australische Ministerin tritt nach Wohnungskauf-Affäre zurück

13. Jänner 2017, 08:06
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Premier Turnbull: Schritt "im Interesse der Regierung" – Ley kündigte Rückzahlung eines Teils der Reisekosten an

Sydney – Wegen einer Wohnungssuche, die zum Teil auf Kosten des Steuerzahlers ging, hat die australische Gesundheitsministerin Sussan Ley zurücktreten müssen. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull erklärte am Freitag in Sydney, dass die Ministerin das Kabinett verlasse.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die 55-Jährige eine offizielle Reise genutzt hatte, um sich an der australischen Goldküste ein Luxusapartment zu kaufen. Zudem nahm Ley während solcher Reisen auch an privaten Silvesterfeiern teil.

"Im Interesse der Regierung"

Turnbull sagte, der Rücktritt der Gesundheitsministerin liege "im Interesse der Regierung". "Als Politiker sollten wir vorsichtig sein und so verantwortlich im Umgang mit dem Geld des Steuerzahlers wie nur irgend möglich." Der Regierungschef hatte zuvor bereits Ermittlungen in Auftrag gegeben, um ein mögliches Fehlverhalten der Ministerin zu klären.

Ley hatte sich im Mai 2015 während einer offiziellen Reise für 795.000 australische Dollar (heute 559.662,09 Euro) ein Apartment gekauft. Zunächst erklärte sie, der Kauf sei spontan gewesen. Später stellte sich heraus, dass sie dort früher schon auf Wohnungssuche war. Sie kündigte an, auch einen Teil der Reisekosten zurückzuzahlen. Zugleich wehrte sie sich gegen den Vorwurf, gegen Gesetze oder Verhaltensregeln für Minister verstoßen zu haben. (APA, 13.1.2017)

  • Zurückgetreten: Sussan Ley.
Das Doppel-s in ihrem Vornamen hat sich die als Susan Ley geborene Politikerin übrigens aus Gründen der Numerologie selbst geschenkt: Nachdem sie gelesen hatte, dass die Summe der den Buchstaben des Namens zugeordneten Zahlen die Persönlichkeit beeinflusssen sollen, rechnete sie sich aus, dass ein zusätzliches "s" ihr Leben unglaublich spannend und interessant machen würde.
    foto: reuters / david gray

    Zurückgetreten: Sussan Ley.

    Das Doppel-s in ihrem Vornamen hat sich die als Susan Ley geborene Politikerin übrigens aus Gründen der Numerologie selbst geschenkt: Nachdem sie gelesen hatte, dass die Summe der den Buchstaben des Namens zugeordneten Zahlen die Persönlichkeit beeinflusssen sollen, rechnete sie sich aus, dass ein zusätzliches "s" ihr Leben unglaublich spannend und interessant machen würde.

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