Gambias abgewählter Präsident verweigert Amtsübergabe

12. Jänner 2017, 10:37
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Jammeh will noch Monate bis zu Gerichtsentscheidung abwarten

Banjul – Gambias abgewählter Präsident Yahya Jammeh weigert sich weiter zurückzutreten. Zunächst müsse das oberste Gericht über seine Klage gegen das Wahlergebnis befinden, erklärte die Regierung am Donnerstag. Jammehs Mandat läuft kommende Woche aus, das Gericht kann den Fall jedoch vermutlich nicht vor Mai behandeln.

Der bei der Wahl im Dezember siegreiche Oppositionskandidat Adama Barrow besteht darauf, am 18. Jänner verfassungsgemäß als neuer Präsident vereidigt zu werden. Beobachter befürchten, dass es rund um die Amtsübergabe zu offener Gewalt kommen könnte. Mehrere westliche Staaten haben ihre Bürger dringend aufgefordert, das Land zu verlassen.

Jammeh hat das kleine westafrikanische Land seit 22 Jahren mit harter Hand regiert. Er hat im vergangenen Jahr auch mehrere Richter des obersten Gerichts entlassen, weshalb das Gericht diese Woche aus Mangel an Richtern nicht über seine Beschwerde befinden konnte. Andere führende gambische Richter, die für eine Verhandlung herangezogen werden könnten, sind außer Landes geflohen. (APA, 12.1.2017)

  • Yahya Jammeh, will das Präsidentenamt nicht aufgeben.
    foto: ap/delay

    Yahya Jammeh, will das Präsidentenamt nicht aufgeben.

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