Bankkunden offen für Finanzgeschäfte bei Google & Co

12. Jänner 2017, 10:04
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31 Prozent der Befragten würden mit Bank- und 29 Prozent mit Versicherungsgeschäften wechseln

Fast ein Drittel aller Bank- und Versicherungskunden weltweit ist einer Umfrage zufolge offen für Finanzgeschäfte mit Google, Amazon oder Facebook. Sollten die Internetriesen Finanzdienstleitungen anbieten, würden 31 Prozent der Befragten mit ihren Bank- und 29 Prozent mit ihren Versicherungsgeschäften zu ihnen wechseln, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der Beratungsfirma Accenture hervorgeht.

Viel Vertrauen in Brasilien und Italien

In Brasilien würden demnach sogar 50 Prozent den Silicon-Valley-Unternehmen ihre Finanzgeschäfte anvertrauen, in Italien 42 Prozent. Google & Co bieten bisher keine solchen Dienste an, spezialisierte Finanztechnologiefirmen (Fintechs) haben aber bereits für Aufruhr in der Bankenbranche gesorgt.

Laut Accenture zeigt die Umfrage insgesamt ein großes Interesse von Kunden daran, sich bei der Beratung in Geldfragen verstärkt auf die Unterstützung durch Computerprogramme oder künstliche Intelligenz zu verlassen. Google, Facebook und Amazon setzten im Internet Standards bei der Individualisierung, die die Verbraucher bei Banken vermissten, so die Beratungsfirma.

Kritik an Datensammlung

In vielen Ländern wie nicht zuletzt in Deutschland wird das Sammeln von Informationen über Nutzer aus Gründen des Datenschutzes mitunter aber auch sehr kritisch gesehen. Zudem ist unklar, ob die Internetkonzerne überall eine Bank- und Versicherungszulassung bekommen würden. Accenture holte für die Umfrage im Frühsommer 2016 online die Meinung von knapp 33.000 Verbrauchern in 18 Ländern ein. Seit September hat die Firma eine Partnerschaft mit Google, die auch Finanzthemen umfasst. (Reuters, 12.1.2017)

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