Her mit den schnellen Amerikanerinnen

11. Jänner 2017, 18:31
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Zauchensee erwartet die Comebacks von der US-Amerikanerinnen Lindsey Vonn und Julia Mancuso

Flachau/Zauchensee – Sozusagen ums Eck, jedenfalls von Flachau aus gesehen, setzt sich der Ski-Weltcup der Damen fort. Nämlich in Zauchensee. Dort werden nicht nur am Samstag eine Abfahrt (10.45) sowie am Sonntag eine Kombination aus Super-G (9.30) und Slalom (12.15) mit Spannung erwartet, sondern vor allem gleich mehrere Comebacks. Lindsey Vonn hat im Hotel von Michael Walchhofer eingecheckt, am Donnerstag will sie am Abfahrtstraining teilnehmen.

Die 32-Jährige aus Minnesota hatte sich am 10. November beim Training den rechten Oberarm gebrochen, seit einer Woche steht sie wieder auf Skiern. Nach dem Training will Vonn über weitere Schritte entscheiden. Die Kälberloch-Piste sollte ihr liegen, hier hat sie 2016 eine Sprintabfahrt in zwei Durchgängen und einen Super-G gewonnen.

Möglicherweise, wenn auch nicht rennmäßig, wird auch Anna Veith erstmals wieder richtig aufs Tempo drücken. Die Doppel-Olympiasiegerin, die sich im Oktober 2015 eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, könnte am Sonntag im Kombi-Super-G die Vorläuferin geben. Derzeit trainiert die 27-Jährige in Toblach in Südtirol Super-G, in absehbarer Zeit will sie wieder Speedrennen bestreiten. Drei Riesenslaloms hat sie seit ihrem Comeback bereits absolviert. Eine Teilnahme am Abfahrtstraining in Zauchensee kommt für Veith aber noch zu früh. In der Kombination am Sonntag ist vielleicht auch Michaela Kirchgasser zu sehen, die wegen eines Reizergusses im linken Knie auf den Flachau-Slalom verzichtet hatte.

Bergauf

Neben Vonn könnte in Zauchensee auch Julia Mancuso wieder am Start stehen, es wäre ihr erstes Rennen seit 7. März 2015. Mancuso (32) ist seit kurzem mit Dylan Fish verheiratet, er ist Surfer und General Manager des Tavarua-Resorts auf den Fidschis. Wegen Hüftschmerzen hatte die Riesenslalom-Olympiasiegerin 2006 im Herbst 2015 operiert werden müssen und die Saison 2015/16 verpasst.

Mancuso musste sich drei Monate lang auf Krücken stützen und einer Stammzellenkur unterziehen. Ihr Comeback war eigentlich für Saisonbeginn geplant, hat sich aber leicht verzögert. Trainiert hat Mancuso zuletzt – wie auch Vonn – gemeinsam mit dem US-Team in der Grebenzen bei St. Lambrecht in der Steiermark sowie auf der Turracher Höhe. (red, APA, 11.1.2017)

  • Lindsey Vonn dürfte bereit sein.

    Lindsey Vonn dürfte bereit sein.

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