Tiroler FPÖ-Klubdirektor Johann Überbacher muss Pressearbeit abgeben

11. Jänner 2017, 17:55
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Für das Gespräch nutzte der vom Kreml finanzierte Sender die Infrastruktur des ORF – "Alltäglicher technischer Support-Vorgang", sagt dazu der ORF – Pro Jahr rund 100 Anfragen von TV-Sendern

Innsbruck/Wien – Der Tiroler FPÖ-Klubdirektor Johann Überbacher muss nach seinem umstrittenen Interview mit Russia Today die Presseagenden abgeben. Übelbacher habe seine Kompetenzen überschritten und würde das auch einsehen, sagte FP-Landesparteichef Markus Abwerzger dem ORF Tirol.

Für das Gespräch nutzte der vom Kreml finanzierte Sender die Infrastruktur des ORF. Überbacher saß bei dem Live-Gespräch im Tiroler Landesstudio, so der "Kurier". "Es ist ein im internationalen Programmaustausch alltäglicher technischer Support-Vorgang, dass sich TV-Sender zum Beispiel zur Übertragung von Interviews bei anderen TV-Sendern einbuchen und deren technische Infrastruktur nutzen, da nicht jeder Sender überall eigene TV-Studios mit Anbindung an das internationale Leitungsnetz unterhalten kann", sagt dazu der ORF auf STANDARD-Anfrage. Es handle sich dabei um einen" international üblichen rein technischen Ablauf, die Abwicklung und Verrechnung ist genau geregelt."

Pro Jahr gebe es insgesamt rund 100 Anfragen von TV-Sendern aus dem öffentlich-rechtlichen wie auch dem kommerziellen Bereich bezüglich technischer Unterstützung – von der Studioanmietung bis hin zur Überspielung von Bild- oder Tonmaterial. Im Radio seien es mehr als 1000 entsprechende Anfragen. Die Kosten würden sich nach dem jeweiligen Aufwand richten und nach den entsprechenden Verrechnungssätzen abgerechnet werden. (red, APA, 11.1.2017)

Nachlese

Kritik an Tirols FPÖ-Klubdirektor nach Auftritt in russischem Fernsehen – Wirtschaftsbund sieht "massiven Schaden" für Tiroler Tourismus

  • rtquestionmore

    Der Auftritt von Johann Überbacher in Russia Today.

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