Kunstraum Niederösterreich: Infrage gestellte Grenzen

11. Jänner 2017, 16:47
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"Grenzen und Territorien" als thematischer Schwerpunkt für das Jahr 2017

Wien – Auf "Grenzen und Territorien" legt der Kunstraum Niederösterreich 2017 einen thematischen Schwerpunkt. Auf die "gesellschaftliche Umbruchssituation" reagiert man einerseits mit der Themenausstellung Performing the Border (ab Juni), die unter Einbeziehung von Positionen wie jenen Eva Leitolfs, Christoph Schlingensiefs oder Francis Alÿs' etwa die Frage nach der Willkürlichkeit territorialer Grenzen stellt; im Herbst thematisieren dann die Kuratoren Maren Richter und Klaus Schafler Flüchtige Territorien und praktische Utopien (ab September).

Fortgeführt wird, wie es auf einer Jahrespressekonferenz am Mittwoch hieß, auch der Performanceschwerpunkt des Hauses. Neben einem Symposion mit "Gesprächen zur Kunst im öffentlichen Raum" sind drei Performanceabende geplant. Dass der Fokus des Kunstraums nicht nur auf "Fragen nach Theorie und Praxis des Ausstellens", sondern auch auf "kritischer Reflexion über neue künstlerische Strategien" liegt, untermauert dabei etwa das als Workshop respektive Labor konzipierte Projekt Performatorium (September). Im Herbst vergibt der Kunstraum Niederösterreich zum elften Mal den H13-Preis für Performance.

Die erste Ausstellung des Jahres startet jedoch schon nächste Woche: Unter dem Titel lightness and matter. matter and lightness werden Arbeiten aus der Abteilung für Transmediale Kunst der Universität für angewandte Kunst präsentiert. Das von der Künstlerin (und Österreich-Vertreterin auf der Biennale in Venedig 2017) Brigitte Kowanz geleitete Institut begeht dieses Jahr seinen 20. Geburtstag. (rg, 11.1.2017)

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