AKH: Neue Methode für OP am Speiseröhrenmuskel entwickelt

11. Jänner 2017, 15:45
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Die elektrische Stimulation des Speiseröhrenmuskels mittels implantierter Elektroden verbessert Refluxbeschwerden nach Operationen

Achalasie ist eine Erkrankung, bei der der untere Speiseröhrenschließmuskel nicht richtig öffnet. Die Patienten leiden teilweise an starken Schluckbeschwerden.

Vor zwei Jahren hat die MedUni Wien die sogenannte POEM-Operation (perorale endoskopische Myotomie) zur Behandlung von Achalasie vorgestellt. Dabei wird während einer regulären Gastroskopie der Muskel von innen verschlossen. Dadurch soll ein reguläres Schlucken ermöglicht werden. Allerdings gab es für rund 30 Prozent der Patienten Beschwerden mit starkem Reflux.

Nun konnte für dieses Problem eine Lösung gefunden werden: Die so genannte elektrische Sphinkter-Stimulation (EndoStim) wurde nun weltweit erstmalig bei einem 69-jährigen Achalasie-Patienten nach POEM erfolgreich durchgeführt.

Dabei wurden zwei kleine Elektroden im Bereich des unteren Speiseröhrenmuskels implantiert, die diesen nun – an eine kleine Batterie angeschlossen – trainieren und so Reflux verhindern sollen. Die Stimulatoren wurden bisher schon bei Patienten mit primärer Refluxerkrankung mit sehr gutem Erfolg implantiert. Sebastian Schoppmann, Leiter des OP-Teams der Universitätsklinik für Chirurgie, dazu: "Die Operation kann innerhalb von 30 Minuten zur Gänze minimal invasiv durchgeführt werden". (APA, red, 11.1.2017)

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