Allianz-Umfrage: Mehr Sorge bei Unternehmen um IT- und Cyber-Risiken

    11. Jänner 2017, 12:00
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    Betriebsunterbrechungen Top-Risiko weltweit und in Österreich – Auch Angst vor Eurozonen-Zerfall unter Top-10

    Die Allianz Gruppe hat in ihrem Allianz Risk Barometer 2017 die wichtigsten Unternehmensrisiken abgefragt. Dabei liegt sowohl in Österreich als auch weltweit das größte wahrgenommene Geschäftsrisiko in der Gefahr von Betriebs- und Lieferunterbrechungen. Zunehmend wächst die Sorge um Cyber- und IT-Risiken, die in Österreich auf den zweiten Platz vorgerückt ist.

    Im globalen Ranking liegt das größte Geschäftsrisiko in der Gefahr von Betriebs- und Lieferunterbrechungen (37 Prozent). Schwankende Marktentwicklungen (31 Prozent) sowie Cyber- und IT-Risiken (30 Prozent) folgen auf Platz zwei und drei. Weiters werden die Gefährdung durch Naturkatastrophen und das Risiko "Änderungen in der Gesetzgebung und Regulierung" (beide je 24 Prozent) genannt.

    Drohnen oder die steigende Vernetzung

    In Österreich fürchten die befragten Experten und Unternehmer das Risiko der Betriebs- und Lieferunterbrechungen (39 Prozent) als größte Gefahr für Unternehmen. Aufgerückt auf den zweiten Platz ist die Sorge um Cyber- und IT-Risiken (32 Prozent) – zum Vorjahr ein Sprung von der fünften in die zweite Position. Die Auswirkungen von Naturkatastrophen und Risiken durch neue Technologien, wie beispielsweise Drohnen oder die steigende Vernetzung, werden ebenfalls zu den größten Risiken in Österreich gezählt (ebenfalls je 32 Prozent). Am fünften Platz folgen ex aequo mit je 26 Prozent die Sorge um volkswirtschaftliche Entwicklungen wie Deflation oder Inflation sowie Angst vor politischen Risiken und Gewalt, etwa Krieg und Terrorismus.

    "Änderungen in der Gesetzgebung"

    Bei der Umfrage wurden auch die größten Gefahren für zehn Branchen abgefragt. Die weltweite Finanzdienstleistungsbranche zeigt im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen bei der Risikoeinschätzung Kontinuität: Schwankende Marktentwicklungen werden unter den Befragten, wie bereits im vergangenen Jahr, als das größte Risiko (41 Prozent) eingeschätzt. Dahinter folgen Cyber- und IT-Risiken (40 Prozent) und "Änderungen in der Gesetzgebung" mit 36 Prozent. Das Risiko der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen befindet sich wie schon 2016 auf Position 4 (33 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Angst vor den Auswirkungen politischer Unruhen unter den Finanzdienstlern gestiegen und befindet sich mit 23 Prozent erstmals unter den Top 5.

    Für das "Allianz Risk Barometer 2017" wurden Ende 2016 von der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), dem Industrieversicherer der Allianz Gruppe,1.237 Experten und Unternehmer aus 55 Länder aus dem Industrie- und Firmenversicherungsgeschäft befragt, welche Risiken für Unternehmen aus bestimmten Regionen und Branchen im Jahr 2017 besonders groß sind. Dabei konnten mehrere Risiken angegeben werden. Die Umfrage hat der Versicherungskonzern zum sechsten Mal durchgeführt. (APA, 11.1. 2017)

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    Allianz

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