Tierschützer fordern Boykott von Lasse-Hallström-Film

19. Jänner 2017, 11:15
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Leben von Sammy Davis Jr. soll verfilmt werden – "Tupac"-Biopic kommt am 46. Geburtstag des Rappers in die Kinos

Los Angeles – Ein Video der Dreharbeiten zum Film "Bailey – Ein Freund fürs Leben" von Regisseur Lasse Hallström hat Tierschützer auf den Plan gerufen. Lisa Lange, Vize-Präsidentin der Tierschutzorganisation Peta, erklärte, Hundefreunde sollten den Film boykottieren, "um klarzumachen, dass Hunde und andere Tiere human und nicht wie Filmrequisiten behandelt werden sollten".

Das auf der Website des Promi-Magazins "TMZ" veröffentlichte Video zeigt einen Deutschen Schäferhund, der sich sträubt, in ein wild sprudelndes Wasserbecken zu springen. In dem nur eine Minute langen Video aus dem Jahr 2015 ist eine Stimme zu hören, die sagt: "Er wird sich erst beruhigen, wenn er im Wasser ist, Du must ihn einfach reinwerfen." Das Video endet damit, dass der Hund vom Strom mitgerissen wird, untertaucht, und ein Mitarbeiter des Filmteams ihm im Wasser zu Hilfe eilt.

Die Tierschutzorganisation Animal Justice reichte Beschwerde wegen Tierquälerei ein. Die Organisation American Humane, die den Tierschutz bei Filmarbeiten überwacht, erklärte, sie untersuche den Vorfall und habe einen Vertreter suspendiert, der die Dreharbeiten des Hallström-Films verfolgt hatte.

Hallström selbst erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei beunruhigt über das Video und habe von dem Vorfall selbst nichts mitbekommen. "Wir waren alle verpflichtet, für alle Tiere des Films ein liebevolles und sicheres Umfeld sicherzustellen", erklärte der schwedische Regisseur. Ihm sei eine gründliche Untersuchung des Vorfalls zugesichert worden. Die Verantwortlichen würden bestraft.

In einer Mitteilung an US-Medien betonten die Produzenten, das Produktionsteam habe sich an die strengen Vorschriften zum Tierschutz gehalten. Der betroffene Hund mit dem Namen Hercules sei "glücklich und gesund". Der Film mit Dennis Quaid soll in Österreich am 24. Februar in die Kinos kommen.

Hollywood verfilmt das Leben von Sammy Davis Jr.

Mehr als 25 Jahre nach dem Tod des US-Entertainers Sammy Davis Jr. (1925-1990) soll das Leben des Stars verfilmt werden. Das Produzententeam um den US-Sänger Lionel Richie und den Filmproduzenten Lorenzo Di Bonaventura sei sich mit den Erben einig, berichtete das Kinoportal "Deadline.com".

Es sei eine besondere Ehre, das Leben eines seiner "Idole" in enger Zusammenarbeit mit der Davis-Familie auf die Leinwand zu bringen, wird Richie von "Deadline.com" zitiert. Vorlage für den Film sind die 1965 erschienenen Memoiren "Yes, I Can" des Tänzers, Sängers ("Candy Man"), Schauspielers ("Porgy and Bess"), Komödianten und Autors. Der 1925 in Harlem geborene Sohn tingelnder Variete- und Showkünstler stand schon als Kind mit seinen Eltern auf der Vaudeville-Bühne. Nach Erfolgen am Broadway stieß Davis in den 1950er Jahren zu Hollywoods "Rat Pack" um Frank Sinatra und Dean Martin. Er ging weltweit auf Tourneen und feierte viele Auftritte in der Spieler- und Show-Hochburg Las Vegas.

Tupac"-Biopic startet am 46. Geburtstag des Rappers

Das Biopic des vor 20 Jahren verstorbenen US-Rappers Tupac Shakur hat nach einer turbulenten Entstehungsgeschichte einen Starttermin: "All Eyez on Me" wird am 16. Juni, dem 46. Geburtstag des Musikers, in den US-Kinos starten. Lionsgate Summit Entertainment hat die Rechte für den Film erworben, an dem schon seit sechs Jahren gearbeitet wird.

Der Film unter der Regie von Benny Boom zeichnet die Erfolgsgeschichte und das Ende des kultigen 90er-Rappers als HipHop-Musiker, Schauspieler, Dichter und Aktivist nach. Shakur war 25 Jahre alt, als Unbekannte in Las Vegas Schüsse auf den schwarzen Künstler abgaben. Shakur hatte in seinen "Gangsta Rap"-Songs ein Leben als Gangster porträtiert und zum Aufstand gegen Rassismus und Armut in den schwarzen Ghettos aufgerufen.

Seine Alben, darunter "All Eyez on Me" und "Me against the World", wurden über 75 Millionen Mal verkauft. Der Film porträtiert seinen Aufstieg vor dem Hintergrund des Rapperkrieges der 90er Jahre, als sich die Musikszenen der Ost- und der Westküste blutig bekämpften. Neben Shakur wurde damals auch sein Rivale Christopher Wallace, der als Notorious B.I.G. berühmt wurde, erschossen. Als Tupac ist der Newcomer Demetrius Shipp Jr. zu sehen, daneben standen Danai Gurira, Kat Graham, Dominic Santana oder Jamal Woolard vor der Kamera.

Kim Kardashian filmt Cameo-Auftritt in "Ocean's Eight"

Vier Monate, nachdem sie in Paris ausgeraubt wurde, hat Kim Kardashian einen Cameo-Auftritt für den weiblichen Spinoff der "Ocean's"-Filme über eine Diebesbande gefilmt. "Ocean's Eight", unter anderem mit Sandra Bullock, Cate Blanchett, Rihanna und Anne Hathaway, soll im Sommer 2018 in die Kinos kommen.

Kardashian wurde mit ihrer Halbschwester Kendall Jenner in New York fotografiert, sie trug ein weißes Ballkleid und eine Pelzjacke und hatte offenbar gerade Szenen bei einer fiktionalen Gala im Metropolitan Museum of Art gedreht. Ein Hollywood-Insider sagte, die Schwestern hätten in dem Film von Gary Ross einen kurzen Gastauftritt.

"Sicario"-Fortsetzung mit Matthew Modine

Der amerikanische Schauspieler Matthew Modine (57, "The Dark Knight Rises", "Jobs") soll an der Seite von Benicio Del Toro (49) und Josh Brolin (48) in "Soldado" mitspielen. In der geplanten Fortsetzung zu dem Drogenthriller "Sicario" (2015) treten Del Toro und Brolin erneut als Profikiller und als Agent in Aktion.

Modine soll in der Rolle des US-Verteidigungsministers auftreten, wie "Deadline.com" berichtet. Als Drehbuchautor ist erneut Taylor Sheridan an Bord. "Sicario"-Regisseur Denis Villeneuve musste aber wegen Drehverpflichtungen passen. Die Regie übernimmt sein italienischer Kollege Stefano Sollima (50, "Romanzo Criminale").

Reese Witherspoon: Die Zeit ist reif für "Natürlich blond 3"

Die Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon (40, "Walk the Line") macht ihren Fans Hoffnung auf eine Fortsetzung der Komödie "Natürlich blond!". "Ich brauche jemanden, der clever ist und mit einer guten Idee ankommt. Dann machen wir es", sagte die Schauspielerin am Dienstag (Ortszeit) dem Magazin "Entertainment Weekly".

"Ich glaube, es ist eine gute Zeit, das zu machen. Frauen brauchen momentan diese Art von positiver Einstellung." In den beiden "Natürlich blond!"-Filmen von 2001 und 2003 spielte Witherspoon die aufstrebende Blondine Elle Woods. Auf einen Hauptdarsteller müsste die 40-Jährige in einer möglichen Fortsetzung aber verzichten. Chihuahua-Hündchen "Bruiser", das Woods stets begleitete und oft farblich mit kleinen Outfits auf Frauchens Garderobe abgestimmt war, ist im vergangenen Jahr verendet.

Viola Davis erhält Verstärkung für "Widows"

Golden-Globe-Preisträgerin Viola Davis (51, "Fences") soll für ihren Auftritt in "Widows" Verstärkung bekommen. "Variety" zufolge verhandelt ihr US-Kollege André Holland (37, "Moonlight") um eine Rolle in dem Thriller. Es ist der erste Spielfilm, den der britische Regisseur Steve McQueen (47) nach seinem Oscar-Gewinn für "12 Years a Slave" (2014) in Angriff nimmt.

Das Drehbuch stammt von McQueen und seiner Kollegin Gillian Flynn (45, "Gone Girl"). Vorlage ist die britische TV-Serie "Widows" aus den 1980er Jahren über einen missglückten Raubüberfall, bei dem vier Ganoven getötet werden. Die Witwen setzten ihre Arbeit fort, um die Beute einzustreichen. Holland, der auch in "Selma" mitspielte, ist vor allem aus der TV-Serie "The Knick" bekannt.

"Game of Thrones"-Star Maisie Williams in "Early Man"

In der HBO-Erfolgsserie "Game of Thrones" spielt Maisie Williams (19) die rebellische Arya Stark. Nun soll die englische Schauspielerin an der Seite von Eddie Redmayne (35, "Die Entdeckung der Unendlichkeit") und Tom Hiddleston (35, "Crimson Peak") in "Early Man" eine prähistorische Figur vertonen.

Wie die britischen Aardman-Studios mitteilten, wird Williams der furchtlosen Kämpferin Goona ihre Stimme leihen. Der Knetfiguren-Zeichentrickfilm dreht sich um putzige Höhlenmenschen, die sich in einer Welt voller Dinosaurier und Mammute behaupten müssen. Regie führt der Trickfilmer Nick Park, der mit "Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" (2006) den Oscar für den besten Zeichentrickfilm holte.

Edward Norton und Meryl Streep vertonen Zeichentrickfilm

Die hochkarätige Stimmenbesetzung für den Zeichentrickfilm "The Guardian Brothers" wächst indessen weiter an. Wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtet, leihen auch Edward Norton (47, "Birdman") und Bella Thorne (19, "Urlaubsreif") den Figuren im Film ihre Stimme.

Mit Meryl Streep (67, "Die Eiserne Lady"), Mel Brooks (90, "The Producers") und Nicole Kidman (49, "The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit") sind bereits drei Oscar-Preisträger an Bord. Mit "The Guardian Brothers" legt Hollywood den chinesischen Animationsfilm "Little Door Gods" neu auf. Er dreht sich um eine chinesische Familie, die ihren Suppenladen zu verlieren droht und Hilfe von Wächtern aus einer spirituellen Welt bekommt, die seit Jahrhunderten über die Erde wachen. (APA, red, 19.1.2017)

  • Wegen Tierszenen in seinem Film "Bailey – Ein Freund fürs Leben" unter Druck: Regisseur Lasse Hallström.
    foto: reuters/carlo allegri

    Wegen Tierszenen in seinem Film "Bailey – Ein Freund fürs Leben" unter Druck: Regisseur Lasse Hallström.

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