Überwachungsaufnahmen aus der Bank.

Foto: LPD Tirol

Bei einem Täter könnte es sich um einen Linkshänder handeln, er hielt die Waffe in der Linken.

Foto: LPD Tirol

Innsbruck – Zwei unbekannte Täter haben Mittwochfrüh die Filiale einer Bank im Innsbrucker Stadtteil Hötting überfallen. Einer der beiden Männer hatte eine Faustfeuerwaffe bei sich und bedrohte damit einen Angestellten, berichtete die Polizei. Zudem wurde ein Bankbediensteter durch einen Faustschlag ins Gesicht leicht verletzt. Die Täter erbeuteten Bargeld in unbekannter Höhe und flüchteten dann zu Fuß.

Eine sofortige Alarmfahndung unter Beteiligung eines Polizeihubschraubers wurde eingeleitet. Bis Mittwochmittag fehlte von den Gesuchten vorerst jede Spur. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Zum Tatzeitpunkt waren insgesamt sieben Personen in der Filiale, teilte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Christoph Hundertpfund, der APA mit. Laut ersten Informationen befand sich darunter eine Kundin. Während einer der Täter laut den Ermittlern die Anwesenden in Schach hielt, begab sich sein Komplize in den Arbeitsbereich und griff dort in Folge den Bankangestellten tätlich an. Unter Vorhalt der Waffe wurde schließlich die Herausgabe des Geldes verlangt.

Krisenintervention des Roten Kreuzes tätig

Die Männer wurden von der Überwachungskamera der Bank gefilmt. Der bewaffnete Täter wurde als rund 1,70 Meter groß und 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Er trug eine schwarze Oberbekleidung, helle Jeans und eine schwarze Haube mit Sehöffnung. Er sprach mit Akzent.

Der zweite Gesuchte war ebenfalls rund 1,70 Meter groß, war schwarz gekleidet und trug eine Winterjacke mit Kapuze sowie abgesteppten Ärmeln. Der Mann mit "osteuropäischer Sprache" hatte einen dunklen Schal und trug ebenfalls eine Haube mit Sehöffnung. Zudem hatte er einen blau gemusterten Regenschirm bei sich.

Die Kundin stand nach Angaben des Bankinstituts unter Schock. Sie wurde wie die betroffenen Bankmitarbeiter von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. (APA, 11.1.2017)