Fünf Delegationsmitglieder aus Emiraten bei Anschlag getötet

11. Jänner 2017, 09:07
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Bombenanschlag auf Haus des Gouverneurs von Kandahar

Kandahar – Bei einem Bombenanschlag auf das Haus des Gouverneurs der großen südafghanischen Provinz Kandahar sind am Dienstagabend auch fünf Angehörige einer Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) getötet worden. Das bestätigte der Ministerpräsident der UAE und Emir von Dubai, Sheikh Mohammed bin Rashid al-Maktoum, am Mittwochmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter.

Zum Zeitpunkt des Anschlages soll UAE-Botschafter Juma al-Kaabi zu Gast im Haus von Gouverneur Humayun Asisi gewesen sein. Die Männer saßen in einer großen Runde zusammen, als den Angaben zufolge unter den Sofas Sprengsätze explodierten. Der Botschafter und der Gouverneur wurden verletzt.

Bei dem Anschlag bisher Unbekannter starben insgesamt elf Menschen. Der Provinzratschef sagte am Mittwochmorgen, unter den Toten seien ein afghanischer Senator, ein Parlamentarier, ein junger Diplomat sowie der stellvertretende Gouverneur der Provinz. Nach unterschiedlichen Angaben wurden zwischen zehn und 16 Menschen verletzt.

Die Taliban wiesen eine Beteiligung an dem Anschlag am Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter zurück. Er sei auf "interne Auseinandersetzungen" zurückzuführen. Die Taliban haben im Golfstaat Katar ein Büro und sollen aus der Region großzügige Spenden erhalten. Am Dienstag hatten sie sich aber zu zwei weiteren Anschlägen in Kabul und Helmand bekannt, bei denen mindestens weitere 35 Menschen getötet und mindestens 49 Menschen verletzt wurden.

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