E-Sports-Streaming: Azubu schluckt Hitbox

10. Jänner 2017, 18:24
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US-Anbieter übernimmt österreichisches Start-up und macht Jagd auf Branchenprimus Twitch

Die Streaming-Plattform Azubu rüstet im Kampf gegen den großen Konkurrenten Twitch auf. Der US-Anbieter übernimmt dazu das österreichische Start-up Hitbox. Die Wiener Firma konnte sich vor allem in Europa als Anlaufpunkt für E-Sports-Übertragungen etablieren und erreicht nach eigenen Angaben über neun Millionen Nutzer pro Monat. Azubu wiederum ist vor allem in den USA und Asien tätig.

Gemeinsam sieht man sich nun als Nummer 2 im Geschäft. Nutzer sollen künftig nicht nur von den nun größeren finanziellen Möglichkeiten profitieren, die Azubu mitbringt, sondern auch vom gemeinsamen Knowhow, hält man in einer Aussendung fest.

Österreichische Finanzierung

Das Wachstum von Hitbox seit der Gründung 2013 wurde unter anderem durch die Finanzierung von Speedinvest, dem Gründerfonts aws sowie dem Games-Publisher Wargaming ("World of Tanks") ermöglicht. Die Investoren sehen großes Potenzial im E-Sports-Segment, das immer mehr Interesse und Geld auf sich ziehen kann. Laut Schätzungen ist ein Wachstum des Marktvolumens auf eine Milliarde Dollar bis 2018 zu erwarten.

E-Sports-Streaming-Marktführer Twitch ist seinerseits 2014 vom E-Commerce-Riesen Amazon für rund eine Milliarde Dollar übernommen worden. Wieviel Azubu für Hitbox ausgibt, wurde nicht bekannt gegeben. (red, 10.01.2016)

  • Die Wiener Firma Hitbox wird von Azubu übernommen.
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    Die Wiener Firma Hitbox wird von Azubu übernommen.

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