Vorarlberg will 2017 auf Fachkräfteausbildung setzen

10. Jänner 2017, 17:58
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Landeshauptmann Wallner: "Das ist die Schlüsselfrage der nächsten Jahre"

Bregenz – Das Land Vorarlberg und die Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) wollen 2017 in einem gemeinsamen Schulterschluss vor allem die Ausbildung von Fachkräften forcieren. Auch der Abbau von bürokratischen Hürden, der Ausbau der Infrastruktur sowie das Thema Innovation werden im Mittelpunkt stehen, kündigten am Dienstag Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und WKV-Präsident Hans-Peter Metzler an.

Wallner betonte, dass die Ausgangslage für Vorarlberg eine sehr gute sei. Das Wirtschaftsjahr 2016 sei mit einem Wachstum von 1,6 Prozent etwas besser gelaufen als erwartet, für das aktuelle Jahr seien 2,0 Prozent prognostiziert. "Wir wollen auch im Vergleich mit den europäischen Regionen an der Spitze des Wirtschaftswachstums stehen", deponierte der Landeshauptmann. Auch für Hans-Peter Metzler stand fest: "Das Glas ist halbvoll, nicht halbleer." 2017 müsse "ein Jahr der Umsetzung und der Weichenstellung" werden, so Metzler.

Die Ausbildung von Fachkräften in genügend großer Zahl hielt Wallner für "die Schlüsselfrage der nächsten Jahre". Es gelte "volle Kraft" in die Lehrlingsausbildung zu legen, auch wenn in Vorarlberg schon jetzt mehr als die Hälfte der Jugendlichen eine Lehre ergreifen. Ebenso gelte es den Ausbau der Fachhochschule Vorarlberg auf 1.500 Studierende (derzeit: 1.300) voranzutreiben. Drei von vier Absolventen der FH kämen nach Studienabschluss auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt unter, stellte der Landeshauptmann fest.

In Sachen Bürokratieabbau erarbeite man heuer ein Deregulierungsgesetz, das für Erleichterungen für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung sorgen soll. Beim Thema Infrastruktur erwähnte Wallner insbesondere das Breitbandinternet. "Wir arbeiten am Ausbau der digitalen Netze mit voller Kraft", sagte der Landeshauptmann.

Ein weiteres gemeinsames Anliegen des Landes und der Wirtschaft betrifft die Ausarbeitung einer "Marke Vorarlberg". Damit soll ein Gütesiegel für die "Vorarlberger Art" entwickelt und etabliert werden. "Überspitzt formuliert" fasste Wallner die Marke Vorarlberg als Kombination einer sehr guten Wirtschaftsdynamik und höchstem Lebensstandard zusammen. (APA, 10.1.2017)

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