Höchstgericht: Satirische Medienkritik in "Die Anstalt" im Rahmen

10. Jänner 2017, 16:51
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Deutscher Bundesgerichtshof: Kabarettisten müssen sich für den Inhalt ihrer Beiträge nicht bis in kleinste Detail rechtfertigen

Karlsruhe – Kabarettisten müssen sich für den Inhalt ihrer Beiträge nicht bis in kleinste Detail rechtfertigen: Entscheidend ist der Gesamteindruck, der beim Zuschauer zurückbleibt – das hat der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden. Die Karlsruher Richter hatten es mit einer Ausgabe der ZDF-Satiresendung "Die Anstalt" aus dem April 2014 zu tun.

Darin kritisierten die Moderatoren mehrere Medienleute für deren Verflechtungen mit bestimmten Organisationen im Bereich Sicherheitspolitik. Zwei Betroffene, der "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe und ein Redakteur der Wochenzeitung, wollten sich das nicht bieten lassen. Sie klagten, weil die Verbindungen nicht in allen Einzelheiten korrekt wiedergegeben seien. Damit hatten sie in letzter Instanz keinen Erfolg. Für das Gericht zählt die Hauptaussage, dass es Verbindungen gibt – und das sei zutreffend. (APA, 10.1.2017)

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