Deutsche Telekom sammelte mit Anleihen 3,5 Mrd. Dollar ein

10. Jänner 2017, 11:05
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Aktienkurs um rund 2 Prozent gefallen, auch Herabstufung durch Goldman Sachs belastete

Die Deutsche Telekom hat sich eine milliardenschwere Geldspritze am Kapitalmarkt besorgt. Der Konzern begab Dollaranleihen im Volumen von 3,5 Mrd. Dollar mit Laufzeiten von 3, 5 und 10 Jahren, um von den aktuell günstigen Finanzierungsbedingungen in Dollar zu profitieren. Das frische Geld fließt in das Unternehmen sowie in die Finanzierung alter Schulden, teilte die Deutsche Telekom mit.

Eine bestimmte Investition sei damit nicht verbunden. Die Schulden von derzeit 48,5 Milliarden Euro sollen durch die Transaktion nicht steigen. Die Telekom-Aktien fielen am Vormittag um rund 2 Prozent auf 16,08 Euro, auch belastet durch eine Herunterstufung durch Goldman Sachs.

"Pan-Europe Buy"

Die Analysten der US-Bank bewerten das Potenzial der Titel nur noch als "neutral" und strichen sie von ihrer "Pan-Europe Buy"-Liste. Es sei nicht damit zu rechnen, dass sich der deutsche Konzern besser als die Rivalen entwickeln werde.

Neue Mittel sind bei der Telekom derzeit willkommen. Die amerikanische Tochter T-Mobile US buhlt bei einer Versteigerung seit dem Frühjahr 2016 um neue Funkfrequenzen, die Milliarden kosten dürften. Ende Dezember stellt der Telekom-Vorstand T-Mobile dafür bereits einen Milliarden-Kreditrahmen zur Verfügung. Der US-Ableger ist mittlerweile die Wachstumslokomotive des Konzerns und lockte 2016 zum dritten Jahr in Folge mehr als acht Millionen Kunden. Mit gut 71 Millionen Nutzern überholte die Firma aus dem Bundesstaat Washington bereits den Rivalen Sprint und rangiert nun unter den US-Mobilfunkern auf Platz drei – hinter Verizon und AT&T. (APA, 10.1. 2016)

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