Nach Kündigung müssen die Kollegen einspringen

10. Jänner 2017, 09:24
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41 Prozent suchen intern nach Ersatz für den scheidenden Angestellten, 29 Prozent extern

Kündigt ein Mitarbeiter, stellt sich für den Chef die Frage nach der neuen Aufgabenverteilung. In einem Großteil der österreichischen Finanzabteilungen müssen die Kollegen erst einmal die anfallenden Aufgaben übernehmen und die höhere Arbeitsbelastung schultern, bis Ersatz gefunden ist. Denn fast die Hälfte (48 Prozent) der Finanzverantwortlichen verteilt die Aufgaben eines scheidenden Angestellten zunächst auf andere Teammitglieder. Das zeigt eine neue Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half, für die 100 österreichische Chief Financial Officer (CFO) befragt wurden.

Um die Lücke nach der Kündigung eines Mitarbeiters zu schließen, suchen 41 Prozent der Finanzchefs intern nach einem sofortigen Ersatz für den scheidenden Angestellten. 29 Prozent beginnen, sich extern nach einer neuen Fachkraft umzusehen. Den Mitarbeiter durch ein Gegenangebot vom Bleiben zu überzeugen versuchen nur wenige CFOs: Lediglich 11 Prozent geben dies als eine der ersten Maßnahmen nach einer Kündigung an.

Möglichkeit: Temporäre Mitarbeiter

Dazu, die Stelle mit temporären Mitarbeitern zu besetzen, rät Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien. Eine zu hohe Arbeitsbelastung der Teammitglieder könne die Arbeitsqualität und Motivation mindern "oder sogar dazu führen, dass sie aufgrund des Stresses krank werden und für längere Zeit ausfallen."

Indes denken laut Umfrage-Ergebnis lediglich 28 Prozent der befragten Finanzverantwortlichen als erste Maßnahme nach einer Kündigung daran, einen temporären Mitarbeiter einzustellen, bis die freigewordene Stelle wieder besetzt ist. (red, 10.1.2017)

  • Umfrage in Finanzabteilungen zeigt: Kündigt ein Mitarbeiter, müssen die Kollegen übernehmen.
    foto: istock

    Umfrage in Finanzabteilungen zeigt: Kündigt ein Mitarbeiter, müssen die Kollegen übernehmen.

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