Norwegen erwägt Fußfesseln für abgelehnte Asylbewerber

9. Jänner 2017, 16:11
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Im vergangenen Jahr verschwanden mehrere tausend Asylbewerber spurlos

Oslo – Norwegen zieht den Einsatz von elektronischen Fußfesseln für abgelehnte sowie kriminell gewordene Asylbewerber in Erwägung. Das sagte ein Sprecher des norwegischen Justizministeriums in Oslo am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

"Das soll für die gelten, die sich weigern, aus Norwegen auszureisen, obwohl die Behörden ihnen das vorgeschrieben haben", hatte zuvor Integrationsministerin Sylvi Listhaug dem Fernsehsender TV2 gesagt.

"Eine andere Gruppe sind Asylbewerber, die kriminelle Wiederholungstäter sind, die wir aber nicht in ihre Heimatländer zurückschicken können, weil diese sich weigern, sie aufzunehmen", erklärte die Ministerin. "Darüber hinaus haben wir die Gruppe von Personen, deren Identität wir nicht kennen, wo die Polizei vielleicht wegen Terrorismus besorgt ist." Laut Ausländerbehörde sind im vergangenen Jahr mehrere Tausend Asylbewerber in Norwegen spurlos verschwunden. (APA, 9.1.2017)

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