Windows Movie Maker: Beliebtes Videotool bald Geschichte

    9. Jänner 2017, 17:06
    30 Postings

    "Windows Live Essentials" erreichen Support-Ende, Downloads von Microsoft sind dann nicht mehr möglich

    Er debütierte einst in der Windows Millenium Edition, erhielt unter XP ein großes Update und wurde bis 2012 von Microsoft gepflegt. Bis heute gilt der Windows Movie Maker für manche Nutzer als Videobearbeitungs-Tool ihrer Wahl. Denn er bietet die wichtigsten Funktionen zum Erstellen ansehnlicher Bewegtbild-Clips für Hobbyisten, ohne den User dabei mit einem komplizierten Interface zu überfordern.

    Demnächst ist die Ära des klassischen "Filmemachers" allerdings endgültig vorbei. Am 10. Jänner erreichen die Windows Live Essentials 2012, ein Paket von Zusatzwerkzeugen, in die der Movie Maker seit 2009 integriert ist, ihr "End of Life". Während es schon seit vier Jahren keine neuen Features mehr für die Software gab, stellt Microsoft dann auch jeglichen anderen Support ein.

    Offizieller Download wird bald abgedreht

    Das bedeutet auch, dass in Kürze auch die offiziellen Downloadquellen auf Microsofts Server versiegen werden. Nutzer, die auch in Hinkunft weiter damit arbeiten möchten, sollten sich also rüsten. Für die Windows Live Essentials 2012, in denen der Movie Maker in seiner letzten Version 16.4 vorliegt, ist der Download über Live.com aktuell noch möglich.

    Unter diesem Direktlink findet sich der 136 MB schwere Offline-Installer für die deutsche Ausgabe. Da dieser im Gegensatz zum "Web-Setup" die Programmpakete nicht erst nachladen muss, lässt sich damit das Videobearbeitungsprogramm für die Zukunft konservieren. Wer keinen Bedarf an den anderen Tools der Essentials-Suite hat, kann diese bei der Installation einfach durch das Entfernen eines Häkchens abwählen.

    Weitere Sprachversionen sind bei Winaero verlinkt. Die Software ist für Windows 7 und Windows 8 umgesetzt worden, soll aber auch unter Windows 10 problemlos installierbar sein und laufen.

    Comeback mit Windows 10-Update

    Mit der Einstellung ist die im Funktionsumfang vergleichsweise stärker limitierte, dafür allerdings touchtaugliche App "Videomomente" dann vorerst die einzige Microsoft-eigene Lösung für Windows-Plattformen. Dabei soll es aber nicht bleiben. Für das anstehende "Creators Update" von Windows 10 hat der Konzern eine neue und verbesserte Version seines Schnittprogramms versprochen. (gpi, 09.01.2016)

    • Bald wird Microsoft den Download der Windows Essentials 2012 nicht mehr anbieten.
      foto: microsoft

      Bald wird Microsoft den Download der Windows Essentials 2012 nicht mehr anbieten.

    Share if you care.