Schulautonomie: Kritik von AHS-Gewerkschaft

9. Jänner 2017, 10:43
9 Postings

In einem offenen Brief kritisiert der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft die geplante Aufhebung der Klassenschülerhöchstzahlen

Die Liste der Bildungsreformkritiker wird länger. In einem offenen Brief an Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) kritisiert Gerhard Riegler, Vorsitzender der AHS-Lehrergewerkschaft ÖPU, das geplante Schulautonomiepaket scharf. Das Paket sei ein Versuch die vielfachen Gesetzesbrüche bezüglich der Klassenschülerhöchstzahl von derzeit 25 Schülern in Hinkunft zu legalisieren.

Im Brief heißt es, dass schon jetzt rund 40 Prozent der Schüler der AHS-Unterstufe in Klassen mit mehr als 25 Schüler unterrichtet werden. Dabei dürfen Überschreitungen der Klassenschülerhöchstzahl keinesfalls aus Mangel an Ressourcen erfolgen. Tatsächlich sei das aber in 90 Prozent der Fällen der Grund, heißt es weiter. Mit dem geplanten Schulautonomiepaket werde diese Überschreitung legalisiert. Dieser Punkt sei für die Lehrergewerkschaft inakzeptabel und sie fordert die Rücknahme der Aufhebung der Klassenschülerhöchstzahlen. (red, 9.1.2017)

  • Artikelbild
    foto: apa
Share if you care.