US-Laborkonzern Theranos schrumpft

9. Jänner 2017, 09:07
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Der Hype um das US-Laborstartup-Unternehmen Theranos war groß – nach Rückschlägen werden nun Mitarbeiter entlassen

Die Kündigungswelle beim einst als große Hoffnung im US-Gesundheitssektor gefeierten Bluttest-Start-up Theranos geht weiter. Die Firma der ehemaligen Starunternehmerin Elizabeth Holmes teilte mit, weitere 155 Jobs zu streichen. Das entspricht etwa 41 Prozent der Belegschaft.

Das nach der Einstellung des Kerngeschäfts mit eigenen Laboren massiv geschrumpfte Unternehmen soll künftig mit nur noch 220 Mitarbeitern auskommen. 340 Arbeitsplätze hatte Theranos bereits im Oktober abgeschafft. Das verbleibende Team soll nun das neue Bluttest-Gerät "miniLab" entwickeln.

Hype vorbei

Holmes war mit ihrem von Investoren zwischenzeitlich mit über neun Milliarden Dollar (8,57 Mrd. Euro) bewerteten Start-up eine Zeit lang ein umjubelter Star des Silicon Valley. Theranos versprach, Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren.

Dann warf eine Serie von Enthüllungsberichten im "Wall Street Journal" jedoch erhebliche Zweifel an der Technologie auf und stieß die Firma in eine tiefe Krise. Theranos wehrt sich zwar gegen die Vorwürfe. Doch im Zuge der Ermittlungen der US-Behörden stürzte das Unternehmen weiter ab. Jetzt soll mit "miniLab" ein Neustart versucht werden. (APA, 9.1.2017)

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