Bombardier erwägt Werkschließungen in Deutschland

9. Jänner 2017, 09:01
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"Handelsblatt": Mit Sanierungsplan soll mehr als ein Viertel der Belegschaft in Deutschland abgebaut werden

Berlin/Montreal – Der kanadische Bahntechnikkonzern Bombardier prüft nach Informationen des "Handelsblatts" die Schließung ganzer Standorte in Deutschland. Dies sei Teil des Sanierungsplans, mit dem über ein Viertel der Belegschaft in Deutschland von derzeit 8.500 Mitarbeitern abgebaut werden solle, berichtet das Blatt (Montagausgabe) unter Berufung auf Industriekreise.

Am Montag ist ein Treffen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sowie den Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU), mit der Unternehmensführung geplant.

Sparkurs fortgesetzt

In den nächsten Wochen und Monaten würden die "Kompetenzen der Standorte in Deutschland überprüft, neu definiert und die Stärken gebündelt", zitiert das "Handelsblatt" aus internen Papieren des Unternehmens. "Dazu gehören auch Prüfungen von Schließungen von Standorten, insbesondere Görlitz und Bautzen."

Bombardier äußert sich der Zeitung zufolge nicht dazu und sagt nur, es gebe bisher keine Beschlüsse.

Bereits im vorigen Frühjahr hatte Bombardier 1.400 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut. Ende Oktober erklärte der Konzern, man werde im Zuge des Sparkurses weltweit weitere 7.500 Stellen streichen – davon würden 5.000 in der Bahntechniksparte wegfallen, die ihren weltweiten Hauptsitz in Berlin hat. (APA/Reuters, 9.1.2017)

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