Bericht: Apple arbeitet an neuem, teurerem iPad-Modell

9. Jänner 2017, 08:56
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Drei neue iPad-Ausführungen für zweites Quartal in Entwicklung – Neues Modell mit fast rahmenlosem Design

Das Interesse am iPad – und der Produktkategorie Tablet als Ganzes – ist in den letzten Jahren deutlich abgeflaut. Mit neuen Modellen will Apple nun offenbar diesen Abwärtstrend bremsen – oder zumindest dessen Auswirkungen abfedern.

Ausblick

Apple werde im zweiten Quartal 2017 gleich drei neue iPads vorstellen, berichtet 9to5Mac in Berufung auf den angesehenen Analysten Ming-Chi Kuo von KGI Securities und dessen Quellen bei diversen Hardwarefertigern. Konkret spricht er dabei von Ausführungen zwischen 9,7 und 12,9 Zoll Bildschirmgröße, in der Mitte soll es zusätzlich noch ein Modell geben, dessen Display irgendwo zwischen 10 und 10,5 Zoll groß sein soll.

Unterschiede

Dass Apple zwei in ihrer Größe so nah aneinander liegende iPads anbieten will, hat einen simplen Grund: Diese sollen sich nämlich in der restlichen Hardwareausstattung unterscheiden. So soll das 10 – 10,5-Zoll-Modell mit einem A10X-Prozessor ausgestattet sein, der von TSMC produziert. Beim klassischen 9,7-Zoll-Modell setzt Apple dem Bericht zufolge hingegen auf einen von Samsung hergestellten A9 – also einen deutlich weniger leistungsfähigen Chip. Übrigens sollen beide Ausführungen praktisch gleich groß sein, da Apple für das 10 – 10,5-Zoll iPad auf einen wesentlich kleineren Rahmen setzt.

iPad Pro

Bei der Ausführung mit 12,9 Zoll Display handelt es sich hingegen um den direkten Nachfolger des iPad Pro. Auch dieses Gerät soll mit einem A10X Chip ausgestattet sein.

Kostenrechnung

Apples Griff zu drei Modellen hat einen simplen strategischen Grund: Das Unternehmen will mit dem neuen 10 – 10,5 Modell offenbar die Gewinnspanne bei iPads erhöhen. Es ist also davon auszugehen, dass diese Ausführung teurer als das bestehende 9,7-Zoll-iPad verkauft wird. Damit könnte der iPhone-Hersteller die aus dem Tablet-Geschäft resultierenden Gewinne dieses Jahr stabil halten, obwohl weiterhin eine Reduktion der iPad-Absätze um 10 Prozent zu erwarten sei. Zudem sollen sich laut Kuo auch die fortschreitende Reduktion der Produktionskosten sowie der geringere Fokus auf das vergleichsweise günstige iPad Mini gut auf Apples Zahlen auswirken. (red, 9.1.2017)

  • Auch das iPad Pro soll in den kommenden Monaten einen Nachfolger erhalten.
    foto: stephen lam / reuters

    Auch das iPad Pro soll in den kommenden Monaten einen Nachfolger erhalten.

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