Venezuelas Präsident erhöht Mindestlohn um 50 Prozent

9. Jänner 2017, 07:06
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Reaktion auf extreme Inflation

Caracas – Wegen der extremen Inflation hat der venezolanische Präsident Nicolas Maduro den Mindestlohn um 50 Prozent erhöht. Er habe sich entschlossen, den Mindestlohn im neuen Jahr auf 40.638 Bolivar anzuheben, sagte Maduro am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernsehsendung. Laut dem offiziellen Wechselkurs sind das rund 60 Dollar (knapp 57 Euro), auf dem Schwarzmarkt aber gerade einmal zwölf Dollar. An den Mindestlohn gekoppelte Lebensmittelgutscheine liegen unverändert bei 93 Dollar.

Die Opposition macht Maduro für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die durch den starken Ölpreisrückgang seit 2014 verschärft wurde. Die außer Kontrolle geratene Inflation lag nach Angaben des Internationalen Währungsfonds im vergangenen Jahr bei 475 Prozent. Wegen Versorgungsengpässen gab es in schon mehrfach schwere Unruhen und Plünderungen. (APA, 9.1.2017)

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