Uno: Iran könnte gegen Waffenembargo verstoßen haben

9. Jänner 2017, 05:57
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Hisbollah, Somalia und Jemen mögliche Abnehmer

New York/Teheran – Die Uno zeigt sich besorgt, dass der Iran gegen ein vom Sicherheitsrat auferlegtes Waffenembargo verstoßen haben könnte. In einem vertraulichen Bericht erklärte der jüngst aus dem Amt geschiedene UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, dass der Iran möglicherweise Waffen und Raketen an die radikalislamische Hisbollah-Bewegung im Libanon geliefert hat. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah habe das in einer im Juni im Fernsehen übertragenen Rede so dargestellt. Der Bericht soll am 18. Jänner im Sicherheitsrat behandelt werden.

Frankreich wirft dem Iran dem Bericht zufolge vor, einen Versuch unternommen zu haben, Waffen an Somalia oder den Jemen zu liefern. Im März sei im nördlichen Indischen Ozean eine entsprechende Schiffsladung beschlagnahmt worden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, habe der Iran zurückgewiesen, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, erklärte Ban. Ban schied mit Jahresende aus dem Amt, sein Nachfolger ist der portugiesische Ex-Regierungschef Antonio Guterres.

Die meisten Sanktionen gegen den Iran sind nach Abschluss des Atomabkommens aufgehoben worden. Die Vereinbarung mit den fünf Vetomächten und Deutschland sieht eine Einschränkung des iranischen Nuklearprogramms vor. Das Waffenembargo besteht aber weiter. (APA, Reuters, 9.1.2017)

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