Dodik: Unabhängigkeitsreferendum 2017 nicht auf Tagesordnung

8. Jänner 2017, 21:01
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Bosnisch-serbischer Präsident plädiert für "friedliche" Auflösung des Staates entlang der Entitätslinien

Sarajevo/Banja Luka – Milorad Dodik, der für seinen anhaltenden Separatismus bekannte Präsident des kleineren bosnischen Landesteils, hat am Sonntagabend ein Unabhängigkeitsreferendum in der Republika Srpska im Jahre 2017 ausgeschlossen. Es sei ganz gewiss nicht auf der Tagesordnung in diesem Jahr, präzisierte Dodik für den serbischen staatlichen TV-Sender RTS.

Der Präsident der bosnisch-serbischen Entität sprach sich gleichzeitig für eine "friedliche" Auflösung Bosniens "entlang der Entitätslinien" aus. Durch das Dayton-Friedensabkommen wurde Bosnien Ende 1995 als ein aus zwei Landesteilen (Entitäten) – der Bosniakisch-Kroatischen Föderation und der Republika Srpska – bestehender Staat auf die Beine gestellt.

Bosnien sei ein Land ohne Chancen auf Erfolg, die Lösung bestehe in einer friedlichen Auflösung, präzisierte Dodik nun.

Die Republika Srpska feiert am morgigen Montag ihren strittigen Nationalfeiertag. Er wurde vom Verfassungsgericht bereits Ende 2015 für verfassungswidrig erklärt. Bei einem gesetzeswidrigen Referendum im September hatten die bosnischen Serben dennoch mehrheitlich für den Feiertag gestimmt.

Den Feierlichkeiten in Banja Luka soll am Montag auch der serbische Präsident Tomislav Nikolic beiwohnen. Die Besuchsankündigung sorgte in Sarajevo schon im Vorfeld für Unmut. (APA, 8.1.2016)

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