Obersteiermark: Pkw von Zug erfasst, Lenker schwer verletzt

8. Jänner 2017, 12:35
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58-Jähriger war auf Schneefahrbahn zu langsam

Wörschach – Ein 58-Jähriger ist am Sonntag mit seinem Auto auf einem Bahnübergang im obersteirischen Bezirk Liezen von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden. Der Wörschacher hatte auf der Schneefahrbahn nur langsam beschleunigen können und es deshalb nicht rechtzeitig über die Gleise geschafft, teilte der Bereichsfeuerwehrverband Liezen mit.

Der Lenker hatte in seiner Heimatgemeinde den unbeschrankten Bahnübergang kurz vor einem Regionalzug überqueren wollen. Sein Auto wurde vom Triebwagen gerammt und in den Graben geschleudert. Der 58-Jährige erlitt laut Feuerwehr schwere Verletzungen, war aber nicht in Lebensgefahr. Er konnte noch selbst aussteigen und wurde mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber Christophorus 14 in ein Spital geflogen.

Die zehn Passagiere im Zug sowie der Lokführer blieben unverletzt. Wie die Feuerwehr anmerkte, soll im kommenden Sommer der Bahnübergang neu gesichert und eine Unterführung für Fahrzeuge und Fußgänger gebaut werden.

Weitere Verletzte bei Unfällen

Durch Verkehrsunfälle wurden am Samstagabend und am Sonntag auch in anderen Teilen Österreichs Menschen verletzt. In Mayrhofen (Bezirk Schwaz) in Tirol kam am Samstag ein 80-jähriger Pkw-Lenker laut Polizei auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Auto einer hochschwangeren 25-jährigen Frau. Eine hinter der Schwangeren auf der Zillertalstraße (B169) fahrende weitere Pkw-Lenkerin konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr zudem auf den Pkw der 25-Jährigen auf. Alle drei Lenker erlitten Verletzungen. Eine Alkoholisierung des 80-Jährigen könne als Unfallursache nicht ausgeschlossen werden, hieß es.

Auf der Braunauer Straße (B147) bei Straßwalchen im Flachgau hat der Zusammenstoß eines voll besetzten Taxis mit einem Kleinbus fünf Verletzte gefordert. Der Fahrer des Kleinbusses war auf den abbiegenden Wagen vor ihm gekracht. Durch die rutschige Schneefahrbahn und das Gefälle habe Bremsen nur wenig genützt, erläuterte die Polizei in einer Presseaussendung am Sonntag.

Im Taxi waren insgesamt sechs Fahrgäste, im Bus des 28-jährigen Rumänen fünf Insassen. Das Rote Kreuz war mit 13 Helfern vor Ort, um die Unfallopfer zu versorgen. Die Rettung brachte die Verletzten in Krankenhäuser nach Salzburg und Oberösterreich. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Keiner der beiden Lenker war alkoholisiert.

Taxler bei öffentlichem Urinieren von Gegenverkehr erfasst

In Graz ist eine 66-jährige Fußgängerin am Samstag auf einem Schutzweg von einem Auto niedergestoßen und schwer verletzt worden. Der 58-jährige Lenker hatte eine Kreuzung überqueren wollen und die Frau dabei offenbar übersehen. Die Grazerin wurde auf die Motorhaube und dann auf die Straße geschleudert. Sie erlitt Hüft- sowie Kopfverletzungen, teilte die Polizei am Sonntag mit.

In Steinhaus bei Wels (Bezirk Wels-Land) ist ein Taxilenker in der Nacht auf Sonntag beim Verrichten der Notdurft von einem Auto erfasst worden. Der Mann hatte seinen Wagen am Fahrbahnrand angehalten. Er ließ den Motor laufen und das Fernlicht einschaltet. Dies blendete einen entgegenkommenden Fahrer so sehr, dass er den Taxler übersah und ihn mit dem Außenspiegel erfasste, berichtete die Polizei.

Der 37-jähriger Taxifahrer aus Wels hatte auf der Hauptstraße angehalten, hieß es in der Presseaussendung. Er stieg aus und überquerte die Fahrbahn, um am linken Fahrbahnrand kurz auszutreten. Ein 23-jähriger Autofahrer erfasste ihn mit dem Außenspiegel und rammte dann die Fahrertür des Autos, die der Taxler ebenfalls offen gelassen hatte. Der 37-Jährige stürzte zu Boden. Er wurde verletzt und musste in das Klinikum Wels eingeliefert werden. Ein Alkotest bei dem 23-Jährigen ergab einen Wert von 0,6 Promille. (APA, 8.1.2017)

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