Kristoffersen gewinnt Slalom, Hirscher Dritter

8. Jänner 2017, 11:13
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Von Nebel gebremster Salzburger carvte im Finale von Platz sechs auf das Podest – Feller am Chuenisbärgli Siebenter

Adelboden – Henrik Kristoffersen hat einen von unterschiedlichen Sichtbedingungen geprägten Slalom von Adelboden für sich entschieden. Der Norweger gewann den Klassiker auf dem Chuenisbärgli mit imposanten 1,83 Sekunden Vorsprung auf Zagreb-Sieger Manfred Mölgg.

Dritter wurde Marcel Hirscher, der nach Halbzeitrang sechs in Adelboden zum zwölften Mal und insgesamt zum bereits 101. Mal aufs Podest stieg. Der Salzburger lag vor der Entscheidung bereits 1,6 Sekunden hinter Kristoffersen, war wegen plötzlich aufziehenden dichten Nebels wie auch die nach ihm kommenden Läufer chancenlos. Am Ende hatte er 2,19 Sekunden Rückstand auf Kristoffersen.

Mit Hirscher kam der Nebel

Hirscher war nach dem ersten Lauf ziemlich sauer. Die ersten vier Läufer, darunter Andre Myhrer (Tagesrang 6), Felix Neureuther (4) und Kristoffersen, hatten noch Sonnenschein, bei Mölgg zog bereits Nebel auf, und bei Hirscher (Startnummer 6) war die Sicht nahe null.

"Es war nicht gescheit am Limit, aber es war schon okay. Aber gegen Henrik wäre so und so kein Kraut gewachsen gewesen", sagte Hirscher, dessen Slalomsaisonbilanz die Ränge 1, 2, 2, 6 und 3 aufweist. In der Gesamtwertung baute er seinen Vorsprung auf Alexis Pinturault auf 299 Punkte aus, der Riesentorlaufsieger des Vortages wurde im Slalom Neunter.

Kristoffersen, der wie Hirscher nach fünf Slaloms nun 360 Punkte auf dem Konto hat, meinte nach seinem dritten Slalom-Saisonsieg: "Es macht so viel Spaß, hier zu fahren." Die 1,83 Sekunden auf Mölgg waren der größte Vorsprung in einem Slalom-Weltcuprennen seit 2002, als Bode Miller ebenfalls in Adelboden 1,92 Sekunden vor Ivica Kostelic gewann. "Der Vorsprung ist wirklich cool. Das war sicher am Limit", resümierte der Norweger.

Feller nach drei Nullern Siebenter

Nach drei Ausfällen in Folge kam der Halbzeitneunte Manuel Feller als Führender ins Ziel und klassierte sich schließlich mit der wie Hirscher drittbesten Laufzeit als Siebenter. "Nach drei Nullern war ich froh, mit einem Vorsprung ins Ziel zu kommen. Mein Ziel war, dass ich im zweiten Durchgang noch einmal Gas gebe."

Punkte holte auch Marco Schwarz als 13. "Als ich im ersten Durchgang abgeschwungen habe, habe ich mir gedacht, ich kann heimfahren. Und das war jetzt, glaube ich, schon ein versöhnlicher Abschied", meinte der Kärntner.

Während Marc Digruber als 27. anschrieb, verpasste Christian Hirschbühl als 31. um fünf Hundertstel die Teilnahme am Finale. Michael Matt, zuletzt Fünfter in Zagreb, und Dominik Raschner schieden wie 21 weitere Läufer aus. (red, APA, 8.1.2017)

  • Henrik Kristoffersen präsentiert seine Beute.

    Henrik Kristoffersen präsentiert seine Beute.

  • Der Norweger liegt nach seinem dritten Saisonsieg im Slalomweltcup mit Hirscher gleichauf an der Spitze.
    foto: apa/afp/fabrice coffrini

    Der Norweger liegt nach seinem dritten Saisonsieg im Slalomweltcup mit Hirscher gleichauf an der Spitze.

  • Glockenklanggenießer Hirscher.
    foto: reuters/ruben sprich

    Glockenklanggenießer Hirscher.

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