2016 kamen rund 2.700 Syrer legal aus der Türkei in die EU

8. Jänner 2017, 08:30
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Im Gegenzug wurden rund 800 Personen im Rahmen des Abkommens in die Türkei zurückgebracht

Berlin – Im Zuge des Flüchtlingsabkommens der EU mit der Türkei sind im vorigen Jahr laut einem Medienbericht 2.672 syrische Flüchtlinge legal aus der Türkei nach Europa gekommen. Deutschland habe 1.060 dieser Flüchtlinge und damit die meisten aufgenommen, gefolgt von Frankreich mit 438 und den Niederlanden mit 409, schreibt die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Liste der EU-Kommission.

In die andere Richtung wurden 801 Migranten, die irregulär nach Griechenland gelangt waren, in die Türkei abgeschoben, davon mehr als die Hälfte bereits in den beiden Monaten nach Beschluss der Vereinbarung, wie laut Bericht aus dem EU-Dokument hervorgeht.

Das Abkommen mit der Türkei sieht vor, dass seit dem 4. April 2016 für jeden abgeschobenen, unerlaubt eingereisten Syrer ein geprüfter syrischer Flüchtling legal nach Europa geflogen werden darf.

320.000 Flüchtlinge nach Deutschland eingereist

Im vergangenen Jahr sind dem Zeitungsbericht zufolge insgesamt mehr als 320.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Dabei seien die monatlichen Zahlen im Verlauf des Jahres zurückgegangen, meldete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das sogenannte Easy-System, das auf Registrierungen durch die Bundesländer beruht.

Während im Jänner noch mehr als 60.000 Neuankömmlinge gezählt worden seien, habe sich die Zahl nach Schließung der Balkan-Route und dem Beginn des Flüchtlingsabkommens zwischen EU und Türkei auf durchschnittlich weniger als 20.000 im Monat eingependelt. (APA, Reuters, 8.1.2017)

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