Bericht von US-Geheimdiensten für russischen Politiker Beleidigung

7. Jänner 2017, 17:32
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Kritik an Verlegung von US-Panzern nach Osteuropa

Moskau/Washington – Der Bericht der US-Geheimdienste über eine angebliche Einmischung Russlands in die Präsidentenwahl beleidigt aus Sicht eines Moskauer Politikers die öffentliche Meinung in den USA.

Ein großer Teil des Berichts basiere auf zuvor in den US-Medien veröffentlichten Erörterungen von Journalisten und Experten, behauptete der Chef des Parlamentsausschusses für Informationspolitik, Leonid Lewin, am Samstag der Agentur Interfax zufolge.

Die Geheimdienste CIA, FBI und NSA hatten zuvor einen Bericht veröffentlicht, in dem sie Vorwürfe von Hackerangriffen gegen Russland bekräftigen. Sie beschuldigen Kremlchef Wladimir Putin, eine Manipulation der US-Wahlen angeordnet zu haben. Der Kreml dementiert.

Überdies kritisierte der russische Verteidigungspolitiker Franz Klinzewitsch die Verlegung von US-Panzern nach Osteuropa. Damit mache Washington Europa zu einem Pulverfass. "Die USA und die Nato steuern bewusst auf eine harte Antwort von uns zu", warnte das Mitglied des Föderationsrates.

In Bremerhaven waren am Freitag per Schiff erste Panzer einer US-Brigade eingetroffen. Die Einheiten sollen in osteuropäische Nato-Staaten verlegt werden. Auch Deutschland schickt 1.000 Soldaten ins Baltikum zum Schutz der östlichen Bündnisstaaten. (APA, 7.1.2017)

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