Maaßen: Verfassungsschutz deckte Cyber-Angriff auf OSZE auf

7. Jänner 2017, 11:11
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Indizien für eine Attacke aus Russland

Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat im vergangenen Jahr den Cyberangriff auf Computer der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entdeckt – und sieht Indizien für eine Attacke aus Russland.

Ähnlichkeit mit Angriff auf Bundestag

"Unsere Analyse ergab, dass die Angriffs-Infrastruktur die gleiche ist, die wir von anderen Cyberattacken im Zusammenhang mit der Angriffskampagne APT28 kennen – die Kampagne, die im vorletzten Jahr auch den Deutschen Bundestag betroffen hat", sagte BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Bei APT28 liegen Indizien vor, die auf russische Quellen hindeuten."

Der Hackerangriff auf die OSZE war Ende Dezember bekannt geworden. Eine der Hauptaufgaben der Organisation ist gegenwärtig ihre Mission in der Ostukraine, wo sich Regierungstruppen und prorussische Separatisten gegenüberstehen.

Verbindungen zu Russland nachgesagt

Die Abkürzung APT steht für Advanced Persistent Threat (etwa: fortgeschrittene andauernde Bedrohung). Der Kampagne APT28 wurden Verbindungen zu russischen Regierungsstellen nachgesagt. Russland hat Vorwürfe wegen Hackerattacken bisher zurückgewiesen.

Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama macht Moskau dagegen für Hackerattacken auf Computer der Demokraten verantwortlich. US-Geheimdienste beschuldigten den russischen Präsidenten Wladimir Putin erst am Freitag, eine Manipulation der US-Wahl angeordnet zu haben. (APA, 07.01.2016)

  • BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen.
    foto: imago/heinrich

    BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen.

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